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14. November 2011

D’Fasnacht g’nieße – trotz Eurokrise

Mit Götti Fürst sind die Murger parat für die fünfte Jahreszeit.

  1. Die Krönung: Dekan Peter Berg übergibt die Amtskette des Narrengöttis an seinen Nachfolger Wolfgang Fürst (links). Rechts Zeremonienmeister Johannes Dietrich. „Trotz Rettungsschirm und Eurokrise düen mir d’Murger Fasnacht genieße“, lautet das Motto für 2012. Foto: Hrvoje Miloslavic

MURG. Der fünften Jahreszeit in Murg steht nichts mehr Wege: Nachdem am Freitag um 11.11 Uhr in der Murgtalhalle die Fasnachtsproklamation der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte stattgefunden hatte (siehe BZ vom Samstag), präsentierte die Narrenzunft Murg am Abend im Anschluss an den traditionellen Fackelzug den neuen Narrengötti. Zu sehr auf die Folter spannen wollte Zeremonienmeister Johannes Dietrich die auf dem Schulhof versammelte närrische Gemeinde aber nicht: "Ich nenne sogleich Ross und Reiter, es ist ein Eigengewächs, kein Gastarbeiter." In der Tat ist Wolfgang Fürst nicht nur als Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter, sondern auch aufgrund seiner langjährigen früheren Funktion als Zeremonienmeister der Narrenzunft für die Murger Fasnacht beileibe kein Unbekannter.

Damit löst Fürst den Dekan-Götti Peter Berg ab, was den neuen Paten der Murger Fasnacht zu einem kleinen Seitenhieb veranlasste. Er sei nun endlich der erste Arzt im Götti-Job, während es schon drei Pfarrer gegeben habe, stellte Fürst zu Beginn seiner Ansprache fest (siehe auch die BZ-Rheinfälle vom Samstag).

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"Des wird ä tolli Fete, davon werde noch unsri Urenkel rede" – so die Ankündigung einer stimmungsvollen Fasnacht, die man sich von der Politik nicht madig machen lasse. "Trotz Rettungsschirm und Eurokrise düen mir dMurger Fasnacht g’nieße", trug Fürst das gereimte diesjährige Motto der Murger Narren vor, von der auch die Kinderfasnacht beseelt sein soll: "Murg auf hoher See, heißt die Devise, unser Schiff säuft nicht ab trotz Krise."

Den Fackelzug, von der Hammerstraße und vom Unterdorf unter Anführung der Helgeringer Maidli und der Fährigeister gestartet, hatten die Gugge-Brass-Band Murg und das Fröscheloch-Echo aus Niederhof begleitet, die mit schrägen Tönen dann auch auf dem Schulhof für Stimmung sorgten. Im Anschluss ging es dann in die Murgtalhalle zur After-Show-Party.

Er freue sich auf sein Amt, erklärte Götti Fürst gegenüber der Presse. Wirklich viel zu tun sei ja ohnehin nicht, fügt er hinzu: "Man ist halt da." Besonders freue ihn sein Amt angesichts des großen Narrentreffens, das am 12. Februar 2012 steigen wird. "Dann wird Murg zur absoluten Narrenhochburg".

Autor: Hrvoje Miloslavic