"D’Muettersproch" auch in der Versammlung gepflegt

Klaus Brust

Von Klaus Brust

Di, 20. Februar 2018

Hausen im Wiesental

Muettersproch-Gsellschaft Gruppe Wiesetal zieht in Hausen Jahresbilanz / Es stehen schon einige Termine und Referenten fest.

HAUSEN (kst). Die wohl kürzeste Generalversammlung der Hausener Vereine hält die Muettersproch-Gsellschaft Gruppe Wiesetal ab: Einen knapp gehaltenen Rückblick hält die Vorsitzende ab, das Jahresprogramm wird verteilt, der Kassenbericht besteht aus wenigen Zahlen und die Entlastung erfolgt in einigen anerkennenden Worten. Weshalb? Es soll dafür Zeit sein, Lieblingsgedichte und -geschichten aus dem Publikum zum Besten zu geben – und sieben Mitglieder trauten sich, alles Frauen.

Rückblick: Doch der Reihe nach. Mit einer Theaterfahrt ins Elsass wurde der Veranstaltungsreigen im Jahr 2017 eröffnet. Professor Konrad Kunze aus Freiburg bot einen außergewöhnlichen Abend mit tiefsinnigen Spracherklärungen zum Thema "Wo die Namen herkommen". Neue Gedichte aus dem Kleinen Wiesental und Liedertexte stellten Hans Ruf und das Duo "Wunderfitz" vor. Mit Situationen aus dem Alltag und dem Leben erfreute Beate Ruf, bekannt unter "Em Renate sin Blog." Für die Erhaltung der Muttersprache im Elsass kämpfte Liliane Bertolini. Bert Kohl war mit seinen Karikaturen zu Gast. Beim "Zuckerbrötliobe" begeisterte Heidi Zöllner mit Geschichten aus ihrer Feder. Bürgermeister Martin Bühler würdigte den Einsatz im Hebelhaus.

Vorschau: Am 15. März gibt es eine Autorenlesung mit Christa Heimann und Anita Möhring, im April die singenden Winzer Arno Müller und Walter Hintereck, im Mai ist Frank Dietsche zu Gast, im Juli Autorin Inge Tenz, im Oktober kommt "s’Wöschwiib" Monika Haller, im November liest Hebelpreisträger Arno Geiger aus seinem neuen Buch "Unter der Drachenwand" und im Dezember lesen und musizieren Thomas Volk und "s’Chueglocke-Trio".

Gedichte: Gespannt warten die Besucher darauf, was an Lieblingsgedichten und -geschichten vorgetragen werden. Einen Nachruf von Hans Ruf zum Heimgang von Klaus Roths im Dezember verlas Petra Lobetanzer. Ein Hoch auf den Kaiserstuhl steuerte Herta Olschowka bei. Die Lacher auf ihrer Seite hatte Waltraud Buchholz mit der Glosse von der "Sch(m)erzlinderungstablette". Von Hebels Grab berichtete Gerlinde Gerspach und über den "ufgeklärt Friedli" von Gerhard Jung. Eine Hommage auf Orte im Wiesental hatte Margrit Trinler ausgewählt. Seitenhiebe teilte Heidi Zöllner auf das "digitale Zukunftsgeschwafel" der Schwarzwald-Touristik aus und versöhnte mit dem Gedicht "Uskunft" von Gerhard Jung.

Info: Vorsitzende der Muettersproch-Gsellschaft Gruppe Wiesetal Heidi Zöllner, Am Kleemättle 3, 79688 Hausen, Telefon 07622/1631; E-Mail: wiesetal@muettersproch.de