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10. August 2010

Andrang beim Brauchtumssonntag

Dachsberg als "gefühlter Mittelpunkt" des Naturparks: rund 2500 Besucher beim Naturpark-Markt.

  1. Alten Berufen auf der Spur: Auch Düchelbohrer Gerold Berger führte sein Handwerk beim Brauchtumssonntag vor. Foto: Ulrike Schuster-Stich

DACHSBERG. Als Mittelpunkt des Naturparks Südschwarzwald durften sich am Sonntag die Organisatoren und Teilnehmer des Naturpark-Marktes auf dem Wolpadinger Waldsportplatz fühlen. Große Besucherscharen strömten zu dem Markt, der anlässlich des Brauchtumssonntags am Kohlenmeiler stattfand.

"Hier kommt niemand auf die Idee, dass heute in vier Nachbarorten ebenfalls große Feste gefeiert werden," sagte Bürgermeister Helmut Kaiser angesichts der unzähligen Gäste, die im Festzelt von der Feuerwehr Wolpadingen bewirtet wurden und der kauffreudigen Kundschaft an den bunten Marktständen. Mit ihm freuten sich die Brauchtumsköhler, die den ganzen Tag über immer neuen Besuchergruppen ihre Arbeit am Meiler erklärten.

Der Brauchtumssonntag begann mit einem fröhlichen, mitreißenden Gottesdienst mit Pfarrer Jan Grzeszewski und einem polnischen Amtsbruder, der vom Bergland-Trio mit eigens dafür einstudierten Liedern musikalisch umrahmt wurde.

Das Bergland-Trio blieb nach dem Gottesdienst auf der Bühne und begeisterte mit einem erlesenen Frühschoppenkonzert, bei dem die drei Dachsberger Musikanten alles aus ihrer steirischen Harmonika, den beiden Gitarren und Singstimmen herausholten, was möglich war. Auch der Musikverein Aispel-Rohr, der zum Nachmittagskonzert aufspielte, eroberte in Windeseile die Herzen der Festbesucher. Besonders geschätzt wurden die vielen Gesangseinlagen.

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Die Handwerker wurden nicht müde, den vielen Interessierten das Korbflechten, Düchelbohren, Schnapsbrennen und Bürstenmachen zu zeigen und immer wieder zu erklären. Über Rehgulasch, nostalgische Wäsche, Aperitif-Essig und Holzspielzeug war ein weit gefächertes Sortiment an den Marktständen zu haben. Alle Anbieter kamen aus den Naturparks im Schwarzwald und so entstand ein guter Eindruck der regionalen Vielfalt. Der Naturpark präsentierte seine Angebote, die Tourist-Info hatte ein Kohlenmeilerquiz vorbereitet und für Kinder gab es Basteln mit Naturmaterialien.

Die Gäste waren aus nah und fern auf den Dachsberg gekommen. Urlauber aus der Region saßen und standen neben Bürgern aus entfernteren Orten der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach und Waldshut. Schätzen könne man die Besucherzahl kaum, hieß es bei der der Tourist-Information, aber mindestens 2500 Besucher den ganzen Tag hindurch seien es wohl gewesen.

Sehr gelobt wurde die Speisekarte der Feuerwehr, die auch in diesem Jahr mit einfachen traditionellen Gerichten aufwartete. Der absolute Renner waren Brägele. Es gab sie mit Kutteln, Bibiliskäs, Sülze und Bauernbratwurst. Die Feuerwehr überlegt nun, eine größere Brägelpfanne zu kaufen, um beim nächsten Mal dem Ansturm noch besser gewachsen zu sein.

Rundum zufrieden zogen am Abend die Veranstalter und die Helfer Bilanz – und die konnte nicht besser sein und fiel durchweg positiv aus und man war geneigt zu sagen: "Das war der am besten besuchte Brauchtumssonntag überhaupt, seit er veranstaltet wird."

Autor: Christel Schuster-Stich.