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04. August 2010
Freude über großen Besucheransturm
Viele Gäste kamen am Wochenende auf den Dachsberg, um den Kohlenmeiler, Oldtimer und die Landschaft zu begutachten.
DACHSBERG. Am Sonntagnachmittag wurde der Kohlenmeiler auf dem Wolpadinger Waldsportplatz zu den Klängen des Badnerliedes, intoniert von der Trachtenkapelle Dachsberg, in Glut gesetzt. Viel Engagement und ehrenamtliche Arbeit steckt auch im diesjährigen Meiler, von dem die Brauchtumsköhler überzeugt sind, dass er der schönste von allen bisherigen ist.
Die Köhler und Bürgermeister Helmut Kaiser freuten sich über das große Besucherinteresse am Sonntag. Bevor der Meiler in Glut gesetzt wurde, gab es noch Ernennungen. Egon Lützelschwab, der erstmalig beim Meileraufbau geholfen hatte, wurde zum Köhlergehilfen ernannt. Florian und Lukas Berger, Enkel von Brauchtumsköhlermeister Reinhold Berger, die schon seit einigen Jahren bei der Kohlenernte mithelfen, wurden zu Köhler-Lehrbuben ernannt. Das Geburtstagkind des Tages, Lukas Berger, trug das Köhlerlied vor, bevor er mit dem Großvater auf den Meiler stieg, um die angereichte Glut in den Feuerschacht zu füllen. Es war ein feierlicher Moment. Befreundete Köhler aus der Umgebung und der Schweiz waren unter den Zuschauern. Als Vertreterin des Europäischen Köhlervereins überbrachte Doris Wicki Grüße.Werbung
Der Kohlenmeiler wird noch einige Tage schwelen. Ein Köhler wird ständig präsent sein, um den Meiler zu betreuen. Besucher sind willkommen, die Köhler erklären gerne ihre Arbeit.
Viel Betrieb herrschte am Sonntag auf dem Walsportplatz. Ein Oldtimer-Traktorentreffen vereinte Liebhaber betagter Zugmaschinen. Zum Frühschoppenkonzert spielte die Trachtenkapelle Dachsberg, das Nachmittagskonzert gestalteten die Fidelen Dorfmusikanten aus dem Wiesental. Beide Kapellen wussten ihr Publikum zu begeistern. Großes Lob gab es für die Helfer des TuS Dachsberg, die die Bewirtung des Besucheransturms mit Bravour bewältigten. Die Naturführer Irmtraud Zehetner und Johannes Krause präsentierten den Dachs als Wildtier des Jahres, darüber hinaus machten sie Werbung für die zahlreichen Angebote und Führungen der Naturführer, die auf großes Interesse beim Publikum stießen.
Der Renner am Infostand der Gemeinde, wo ein Meiler-Quiz Gewinnchancen versprach, war neben der nun endgültig ausverkauften Holzkohle vom Vorjahr die 55-Cent-Briefmarke mit dem Dachs, die Ende vergangenen Jahres von der Post aufgelegt wurde. Im Dachsberger Rathaus hat man sich einen Vorrat für besondere Anlässe zugelegt.
Am kommenden Sonntag findet der Naturpark-Markt im Rahmen des Brauchtumssonntags statt, bei dem auch alte Handwerke vorgeführt werden. Der Festsonntag beginnt mit einem Gottesdienst im Zelt um 10 Uhr. Der Markt wird um 11 Uhr eröffnet.
Autor: Christel Schuster-Stich
