Richtiger Mix aus Sport und Spaß

Linda Nier

Von Linda Nier

Di, 23. Juli 2013

Dachsberg

Das 60. Bergturnfest in Dachsberg hat viele Vereine und Gäste angelockt / Viele beeindruckende Darbietungen beim Showabend.

DACHSBERG. Mit Bilderbuchwetter konnte der TuS Dachsberg am Wochenende sein 60. Bergturnfest begehen. Drei Tage lang war auf dem Waldsportplatz in Wolpadingen Party, Sport und geselliges Beisammensein garantiert. Viele Vereine aus dem Markgräfler Hochrheinturngau (MHTG) und aus der Schweiz kamen auf den Dachsberg, um ein würdiges Jubiläumsfest zu feiern.

Für den Auftakt am Freitagabend hatte der TuS einen Gaudi-Wettkampf der besonderen Art organisiert. Die sechs teilnehmenden Vierergruppen mussten teils amüsante und abwechslungsreiche Spiele absolvieren, bei denen sowohl Geschick, Kondition und auch Köpfchen gefragt waren. Beispielsweise sorgte das "Wäscheklammerspiel", bei dem sich die Teammitglieder so viele Klammern wie möglich ins Gesicht heften sollten, für großes Gelächter im Publikum. Wissen und gutes Schätzungsvermögen brauchten die Mannschaften beim originellen "Dachsberg-Quiz", bei dem zum Beispiel nach dem Gründungsjahr des Vereins gefragt wurde (Antwort: 1952). Für gute Laune und Lust zum Tanzen sorgte DJ Samson.

Der sportliche Teil des Turnfestes begann am Samstagmittag mit einem vom MHTG organisierten Beachvolleyballturnier. Dieses Jahr konnten sich die Verantwortlichen um Hermann Rakow über einen überwältigen Andrang an Volleyballern freuen. Die beeindruckende Zahl von 18 Teams führte dazu, dass die Spiele parallel in der Beach-Anlage und auf dem Rasen absolviert wurden. Einigen Teams musste sogar eine Absage erteilt werden. "Es sind doppelt so viele Mannschaften wie letztes Jahr", stellte Rakow zufrieden fest. Auf dem Platz rund um den Waldsportplatz herrschte den ganzen Tag über ein buntes und fröhliches Treiben.

Auch aus der Schweiz reisten viele Vereine an

Zu späterer Stunde füllte sich das Festzelt mit Turnern, Leichtathleten und vielen Besuchern aus der Region. Markus Maier, der dieses Jahr sein Moderationsdebüt gab, begrüßte zahlreiche befreundete Turnvereine zum legendären Showabend. Darunter waren auch einige Schweizer Vereine wie TV Märstätten, TV Hüntwangen und TV Rafz.

Bei vielen Vereinen aus dem MHTG hat das Dachsbergturnfest einen festen Platz im Kalender: Turnvereine aus Erzingen, Jestetten, Rheinfelden, Lörrach, Kandern, Altenburg und Weil, um nur einige zu nennen, sind wie jedes Jahr zahlreich erschienen. Die ersten beiden Programmpunkte zeigten das Können der Schülerturner aus den eigenen Reihen des TuS-Dachsberg. Unter der Leitung von Monja Stich, Hannah Vogelbacher und Oberturnwart Jürgen Berger präsentierten die Kinder einen unterhaltsamen Auftritt. Dieses Jahr beeindruckten einige Schüler die Zuschauer sogar mit Flick-Flacks, deren Ausführung viel Übung erfordert.

Der Turnverein Erzingen, der mit dem TuS Dachsberg eine jahrelange Freundschaft führt, brachte schließlich das Festzelt zum Beben. Die jungen Männer unterhielten die Festbesucher mit viel Witz und großen turnerischen Fähigkeiten. Am Ende ihres Auftritts ließen sie nach einem Tanz sogar fast alle Hüllen fallen.

Im Anschluss zeigte die Turnerriege aus Märstätten, die sich sichtlich auf dem Dachsberg wohlzufühlen schien, einen Programmpunkt, bei dem auch das Publikum mit einbezogen wurde. Den krönenden Abschluss des Showabends stellten wie immer die Mixed-Turner des TuS Dachsberg. Mit einem tollen Bühnenbild und selbstgenähten Piratenkostümen zeigten die "Pirates of the Blackforest", unter der Leitung von Monja Stich, eine spritzige Darbietung mit mitreißenden Tanzeinlagen und turnerischen Elementen am Boden und am Barren.

Die gute Stimmung hielt bis in die frühen Morgenstunden

Der Abend war nach Ende des Programms noch lange nicht zu Ende. Die gute Stimmung im proppenvollen Zelt hielt an bis in den frühen Morgen. Viele Turner und Trainer betonten, wie gern sie das Bergturnfest besuchen. Hier seien ein einmaliges Ambiente und die richtige Mischung zwischen Sport und Spaß. Auffallend waren auch die vielen jungen Sportler, die sich offenbar von der Tradition, das Turnfest zu besuchen, haben anstecken lassen (wir berichten noch).