Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

06. Dezember 2011

Traumhaft schöne Bilder beim Zirkus Pfiffikuss

Schüler der Waldorfschule boten an drei Tagen eine Mischung aus Akrobatik, Musik, Artistik und Jonglage.

  1. Musikalisch, pfiffig, Besinnlichkeit mit Zirkuseffekten gemischt all das boten die Schüler und Schülerinnen der Zirkus AG aller Klassenstufen der Freien Waldorfschule Urberg. Unser Bild zeigt die Dachpyramide der Bodenakrobaten. Foto: Margrit Matyscak

DACHSBERG (mc). Die Aufführung des Weihnachtszirkus’ Pfiffikuss in der Freien Waldorfschule war ein Augen- und Ohrenschmaus. Musikalisch, lyrisch, artistisch, schmissig, boten die Schüler und Schülerinnen der jahrgangsübergreifenden Arbeitsgemeinschaft Zirkus 90 Minuten beste Unterhaltung. Zum Schluss formierten sich alle Teilnehmer zum Chor.

Auf eine durchgehende Geschichte, wie sie sonst bei den jungen Urberger Zirkusleuten üblich ist, wurde in der jüngsten Darbietung zugunsten von Musik verzichtet. Klavier, Geige, Cello, Bratsche und Horn waren durch Familie Birth bestens vertreten. Hin und wieder wechselte Golda Schmiederer aus ihrer Artistenrolle in den Musikerkreis. Die Lichttechnik rückte die Akteure ins rechte Licht und sorgte manchmal für tanzende Sterne.

Nach Ingo Bergmanns Gedicht "Das Kind" wurde ein Tuch so geschwungen, dass ein großes Kuppelzelt entstand. Darunter wurde Bodenakrobatik vorgeführt. Pantomimisch leiteten zwei Clowns ins Bodenturnen ein. Jede Übung endete in einer Pyramide. Dabei hatte sich die Regie neue Figuren einfallen lassen.

Werbung


Ball- und Keulenjonglage sind gegenüber früheren Jahren anspruchsvoller geworden. Außerdem gab es ein eigenes Zirkusbühnenbild, bei dem zwei Posten am Eingangsvorhang stehen und, geduldig wie die Bärenfellmützen vor dem Buckingham Palace, warteten. Bei jedem Wechsel der Gruppen kommt allerdings Bewegung in die Statuen – dann öffnen oder schließen sie den Vorhang für die Akteure.

Zirkustrainerin Renate Schmiederer brauchte bei der Premiere am Freitag keine Anweisungshilfen zu geben. Die Clowns schlüpften vor Publikum ins goldene Outfit und agierten fortan als Jongleure, ehe sie mit ihren roten Nasen wieder in ihre angestammten Rollen schlüpften. Eine Stunde Programm verflog im Nu, und dass hinter den schönen Bildern viel Training steckte, war ihnen nicht anzumerken. In der Pause wurde im Saal Stimmbildung betrieben, im Schulhaus gewirtet. Popcorn gab’s im Foyer der Halle.

Die Darbietungen an der Schaukel und Tuchakrobatik verlangten sichere Körperbeherrschung und Mut. Die Diabolo-Jongleure warfen sich die leuchtenden Diabolos im Dunkeln zu und malten mit ihren Schwüngen Sternstraßen. Leuchtende große Reifen wurden mit den Körpern bewegt, kleine bunte flogen kreuz und quer durch die Luft. Teller schwangen auf Stöcken, während der Stockschwinger auf einer Wippe balancierte.

Als sich nach weiteren 45 Minuten alle, auch die Helfer im Hintergrund, zum Chor formierten, schienen die Zuschauer einen neuen Darbietungsblock zu erwarten. Zirkusleiterin Renate Schmiederer aber verkündete das Ende eines gelungenen Zirkusabends.

Auch die beiden Aufführungen am Samstag und Sonntag waren ausverkauft.

Durch einen bedauerlichen Umstand hat sich in die gestrige Ausgabe eine falsche Version dieses Berichts geschmuggelt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Autor: bz