Urberger feiern rundum gelungenes Fest

Karin Stöckl-Steinebrunner

Von Karin Stöckl-Steinebrunner

Di, 30. Mai 2017

Dachsberg

Das Programm im Festzelt lockte am langen Wochenende viele begeisterte Gäste an.

DACHSBERG (kss). Am Sonntag war den ganzen Tag über viel los im Zelt des Musikvereins Urberg, angefangen beim feierlich vom Kirchenchor Hierbach-Ibach umrahmten Festgottesdienst über diverse Grußworte bis hin zum Spiel des Gesamtchores der elf Musikvereine im Bezirk.

Zwischen Gottesdienst und Aufstellung zum großen Festumzug sowie nach den drei vom Gesamtchor vorgetragenen Musikstücken sorgten noch einige weitere befreundete Musikvereine für die Unterhaltung der zahlreichen Besucher.

Auch in der Partynacht am Freitag mit der Liveband Shark sowie beim Konzert von Alpenblech am Samstag war das Festzelt gut gefüllt gewesen, vor und nach dem Umzug platzte es schier aus allen Nähten. Zum Glück hatte Petrus ein Einsehen und schob die Gewitterwolke, die kurz vor der Aufstellung zum Umzug Urberg mit einem heftigen Schauer überquert hatte, nur noch mal vor die Sonne, vielleicht um den Umzugsteilnehmern das Warten zu verkürzen. Dem Donnergrollen folgten indes nur ein paar spärliche Tropfen, so dass der Ablauf des Nachmittags ohne Probleme über die Bühne gehen konnte.

Die Gäste der Freiwilligen Feuerwehr aus Northen erinnerten an die 32-jährige Freundschaft mit dem Musikverein Urberg und luden diesen gleich zu ihrem Feuerwehrfest 2020 ein. Pfarrer Jan habe in seiner Predigt bereits darauf hingewiesen, dass die Urberger Geschichte seit der ersten Erwähnung einer zu kirchlichen Zwecken ins Leben gerufenen Musikkapelle 1842 untrennbar mit dem daraus hervorgegangenen Musikverein verknüpft sei, erklärte Bürgermeister Helmut Kaiser und fügte hinzu, Musik sei der Kitt, der Brücken baue und selbst weit auseinanderliegende Gemeinden wie Urberg und das 700 Kilometer entfernte Northen zu verbinden imstande sei.

Felix Schreiner, der als Präsident des Blasmusikverbandes Hochrhein nach Urberg gekommen war, bekundete seinen Stolz darüber, dass die 107 Musikvereine im Landkreis mit ihren rund 6000 aktiven Musikern kaum Nachwuchsprobleme hätten, und attestierte speziell dem Musikverein Urberg eine ausgezeichnete Jugendarbeit. Auf sein Bonmot, er habe gerade hautnah erfahren, dass man durch die Höll(e) müsse, um nach Urberg zu gelangen, gab der Vorsitzende der Urberger Musiker Marcus Stich schlagfertig zurück, dafür sei er ja nun auch im Paradies gelandet.

Gerhard Neugebauer, Vorsitzender des Bundes Heimat und Volksleben, brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, die Musikvereine seien ein wichtiger Kulturträger der Region, und trügen sie Tracht, so untermauere dies ihr Bekenntnis zur Heimat zusätzlich. Daher freue er sich, zugleich mit dem Jubiläumsfest zum 175-jährigen Bestehen des Musikvereins Urberg und dem vom Verein ausgerichteten Bezirksmusikfest auch das 33. Kreistrachtenfest feiern zu dürfen, und Marcus Stich kommentierte, zum Umzug hätten sich passenderweise genau 33 Gruppen angemeldet.