Schusterstraße

Dachstuhlbrand in Freiburger Altstadt fordert eine Schwerverletzte

bz, rö

Von BZ-Redaktion & Joachim Röderer

So, 10. Februar 2019 um 19:58 Uhr

Freiburg

Einen Brand hat es am Sonntagabend in der Schusterstraße in der Fußgängerzone der oberen Altstadt gegeben. Dabei wurde eine Frau schwer verletzt. Rund 50 Wehrleute waren im Einsatz.

Mitten in der Freiburger Altstadt ist am Sonntagabend eine Dachgeschosswohnung in einem dreistöckigen Haus in Brand geraten. Um 19.23 Uhr wurde der Feuerwehr das Feuer in der Schusterstraße 50 gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits Flammen aus dem Dachgeschoss des Hauses, wie Augenzeugen berichten. Der Brand soll in einer Zweizimmerwohnung im Obergeschoss des Gebäudes ausgebrochen sein.

Bei dem Brand wurde die Bewohnerin der Zweizimmerwohnung schwer verletzt, wie Ralf-Jörg Hohloch, Leiter des Amts für Brand und Katastrophenschutz bei der Stadt Freiburg der Badischen Zeitung mitteilte. Die Polizeibeamten, die als Erste am Brandort eingetroffen waren, haben die Frau außerhalb der Brandwohnung bewusstlos im Treppenhaus liegend gefunden. Sie konnten die Bewohnerin in Sicherheit bringen.

Untersuchungen wegen Rauchgasvergiftungen

Sie wurde vom Notarzt und vom Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Dabei soll sie dann wieder bei Bewusstsein gewesen sein. Zwei weitere Hausbewohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Die Polizisten, die zuerst eingetroffen waren, wurden ebenfalls untersucht.

Die Bekämpfung des Feuers gestaltete sich wegen der Enge der dicht bebauten Altstadt als schwierig. Rund 50 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren Oberstadt, Wiehre und Rieselfeld bekämpften den Brand. Auch die Drehleiter war im Einsatz.

Ursache des Brandes wird ermittelt

Ein Trupp ging mit Atemschutz über die Schusterstraße ins Haus, weitere Einsatzkräfte gelangten über die Herrenstraße ins betroffene Haus, wie Einsatzleiter Johannes Glunk berichtete. Es wurden auch die beiden Nachbarhäuser kontrolliert, ob Rauch durch mögliche Schächte dorthin gezogen war. Dies sei aber, so Glunk, nicht der Fall gewesen.

Gegen 20.15 Uhr war das Feuer gelöscht. Eine weitere Ausbreitung des Brandes konnte durch den schnellen Einsatz der Wehrleute verhindert werden, hieß es. Noch gibt es zur Brandursache und zur Schadenshöhe keine Erkenntnisse.