Elgersweier

Darum hat die Polizei in Offenburg drei Hunde erschießen lassen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 13. Oktober 2017 um 08:57 Uhr

Offenburg

Vier Hunde streunen am späten Abend auf der B33 bei Elgersweier. Es kommt zu gefährlichen Verkehrssituationen. Weil die aggressiven Vierbeiner nicht eingefangen werden können, musste die Polizei sie erschießen lassen.

Das Polizeipräsidium möchte die Umstände, unter denen Polizisten am Dienstagabend entschieden haben, drei freilaufende Hunde erschießen zu lassen, genauer schildern. Deshalb hat es am Donnerstag eine weitere Pressemeldung zu dem Fall herausgegeben.

Nachdem am Dienstagabend Verkehrsteilnehmer wegen freilaufender Hunde auf der B 33 die Polizei alarmierten und es bereits zu einer gefährlichen Situation gekommen war, erreichten zwei Polizeistreifen gegen 22.20 Uhr die B 33 auf Höhe Elgersweier, heißt es darin.

Als die Polizisten aussteigen wollten, standen sie vier großen Hunden, die sich knurrend und bellend auf sie zu bewegten, gegenüber. Die von einem Autofahrer als wolfsähnlich beschriebenen Tiere ließen sich nicht einfangen. Nach Einschätzung und Beratung durch eine hinzugerufene Expertin des Tierschutzes, war das Einfangen der Vierbeiner aufgrund ihres aggressiven Verhaltens nicht gefahrlos möglich.

Da die Polizei jedoch über keinerlei Betäubungswaffen verfügt, wurde versucht, Tierärzte und andere Spezialisten zu kontaktieren. Diese waren jedoch zum Teil nicht erreichbar oder gaben an, aktuell nicht über entsprechendes Betäubungsmaterial zu verfügen. Eine Rücksprache mit einem Veterinär ergab, dass eine Betäubung auch einen qualvollen Tod der Tiere zur Folge haben könnte.



Wegen der weiterhin bestehenden Gefahrensituation wurde ein Jäger verständigt. Um weitere Gefahren auszuschließen, wurden drei der Hunde erschossen. Insbesondere sollte verhindert werden, dass das Rudel nächtliche Radfahrer und Fußgänger angreifen oder Passanten in Elgersweier verletzen könnte. Das vierte Tier flüchtete durch ein offenstehendes Tor auf ein Gartengrundstück. Nach dem Vorfall am Dienstagabend stellt sich für die Polizei noch immer die Frage, wie die Tiere kurz nach 22 Uhr aus einem gesicherten Gartengrundstück ausbrechen konnten. Die Ermittlungen dauern an.