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18. März 2014

Das attraktive Programm lockt viele Aktive an

Dennoch haben Naturfreunde Sorgen um die Zukunft.

EMMENDINGEN. Berg frei heißt der Gruß der Naturfreunde. Doch immer weniger Mitglieder geben sich den Handschlag. Der Handschlag mit den drei Alpenrosen ist auch das Signet des Vereins, das von Karl Renner, dem späteren Staatskanzler und Bundespräsidenten Österreichs Karl Renner entworfen wurde.

Thomas Berger, seit einem Jahr Vorsitzender der Ortsgruppe Emmendingen, weist in der Hauptversammlung im Siedlerstüble darauf hin, dass die Anzahl der Mitglieder der Ortsgruppe Emmendingen von 318 auf 315 gesunken ist. Im Vergleich zu den Ortsgruppen im Norden Deutschlands ist der Rückgang moderat. Aber: "Uns steht keine einfache Zukunft bevor", stellt Berger fest. Es gelinge nicht, die Jugend in das Vereinsleben zu integrieren. Somit sterben ganze Ortsgruppen aus. "Es gehen damit nicht nur die Ortsgruppen verloren, sondern oftmals auch die angeschlossenen Naturfreundehäuser, ein wichtiges Standbein unseres Vereins", sagt Thomas Berger. Dennoch erfreulich sei die Tatsache, dass der Anteil aktiver Mitglieder in Emmendingen steige. Dieser Zuwachs sei auch dem vielfältigen und abwechslungsreichen Jahresprogramm zu verdanken. Auch der Umbruch in der Vereinsführung ging reibungslos über die Bühne. Der ehemalige Vereinsvorsitzende Markus Senn engagiert sich weiterhin in der Emmendinger Ortsgruppe.

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Zu den Höhepunkten des Vorjahres zählte die Bezirksfahrt zur Eröffnungsveranstaltung der "Landschaft des Jahres Oberrhein" nach Basel. Es war ein großes Treffen mit den Naturfreunden aus der Schweiz, dem Elsass und Baden. Aus Emmendingen nahmen 50 Mitglieder teil. Ein weiterer grenzüberschreitender Höhepunkt war die neuntägige Reise nach Mallorca. "Es war eine eindrucksvolle Reise", so Thomas Berger.

Das abwechslungsreiche und vielfältige Programm der Naturfreunde deckt aber auch Bereiche wie Bergwandern, Kanufahrten auch den Wintersport ab. So ging es im letzten Jahr zum Skifahren nach Davos. Dennoch fielen einige Wanderungen und Bergtouren dem schlechten Wetter zum Opfer wie die zweite Wanderung auf dem Schluchtensteig oder die Paddeltour an der Loire in Frankreich.

"Aber von schlechtem Wetter lassen sich wir Naturfreunde uns natürlich nicht so leicht abschrecken", sagt Thomas Berger. Auch in diesem Jahr erwarten den Aktiven und Interessenten ein vielfältiges Programm. Neben den zahlreichen Wanderungen und Bergtouren gibt es einen Paddel-Technikkurs, den Bergsteigerstammtisch, eine Fotogruppe und jeden zweiten Donnerstag im Monat eine Veranstaltung der Seniorengruppe, für die Erika Willaredt aus Emmendingen verantwortlich ist. "Unser Verein lebt und das Interesse ist ungebrochen", so Thomas Berger.

Das Jahresprogramm sowie Berichte über die Touren und andere Aktivitäten des Vereins sind auch auf der Homepage des Vereins einzusehen. Die Homepage ist runderneuert worden. Dies war der größte Posten bei den Ausgaben und schlug mit etwa 1000 Euro zu Buche. Dennoch legte der erste Kassierer Dominik Krämer eine ausgeglichene Jahresbilanz für 2013 vorlegen. Bei Ausgaben in Höhe von rund 3500 Euro gab es nur ein Minus von sechs Euro.

Autor: Georg Voß