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07. Mai 2010

Das Hebel-Denkmal frisch poliert

Rechtzeitig zur Gedenkfeier in Müllheim ließ die Stadt den Hebelpark frisch herrichten – ohne die Findlinge.

  1. Geburtstagsfein wurde der kleine Hebelpark in Müllheim gemacht. Vor der Gedenkfeier am Sonntag werden noch Rosen gepflanzt. Foto: Volker Münch

MÜLLHEIM. Am Sonntag gedenkt Müllheim des Heimatdichters Johann Peter Hebel, dessen Geburtstag sich am 10. Mai zum 250. Mal jährt. Rechtzeitig zur Feier wurde der kleine Park an der Bismarckstraße, in dem das Hebel-Denkmal steht, herausgeputzt. Dort wird nach dem Festgottesdienst in der Stadtkirche ein Kranz niedergelegt.

In den sechziger und siebziger Jahren – und wahrscheinlich auch in den Jahrzehnten zuvor – war der Hebelpark ein beliebter Aufenthaltsort für Kinder. Dort konnten sie im Dickicht der Sträucher und im Schatten der Bäume Verstecken spielen oder auf dem Karussell in der südwestlichen Ecke des kleinen Parks herumtollen – immer unter den Augen von Johann Peter Hebel, dessen bronzenes Porträt in einen Stein eingelassen ist – einem 300 Zentner schweren Findling.

Der Park, der vor 100 Jahren im Rahmen des Müllheimer Jubiläums – man feierte den 100. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte und den 150. Geburtstag des Heimatdichters – eingeweiht worden war, erlebte aber auch andere Zeiten. Weil er immer mehr zur Drogenecke verkam, ließ die Stadt vor Jahren schon das Gebüsch abholzen. Jetzt wurde der Park wieder nett hergerichtet. Die bei der Einweihung gepflanzten Bäume bilden inzwischen ein schützendes Dach über dem Denkmal.

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Das Denkmal ließ die Stadt auf Anregung von Kurt Lammert, Vorsitzender der Muettersprochgesellschaft-Gruppe Rebland, sanieren. Steinmetz Heinz Schwab putzte den "alten Hebel" kräftig heraus, der Findling wurde gereinigt und ausgebessert. Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes setzten neue Treppenstufen aus Granit, ausgelegt mit Pflastersteinen. Das Erdreich wurde mit frischem Humus aufgefüllt und die Wege wurden neu gesandet. Bis zur Gedenkfeier werden noch rote Rosen gesetzt, wie dies ursprünglich der Fall war. Die bisher vorhandenen Findlinge rund um das Denkmal werden nicht mehr in die Anlage integriert, berichtet Kurt Lammert. Die Verschönerungsaktion stellt aus seiner Sicht durchaus eine Aufwertung des Denkmals dar, auch wenn nicht alle Vorschläge aufgegriffen worden seien.

Die Kosten liegen laut Auskunft der Stadt bei 6300 Euro für die Steinmetzarbeiten und 2000 Euro Eigenleistungen des Betriebshofs.

Die Hebelfeier am Sonntag, 9. Mai, beginnt mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr in der Stadtkirche, gegen 11.15 Uhr ist Kranzniederlegung vor dem Denkmal

Autor: Volker Münch