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13. Juni 2012

"Das Heft des Handelns nicht aus der Hand gegeben"

Altbürgermeister von Breisach und überzeugter Europäer, Modernisierer und Anpacker: Alfred Vonarb wird 70 / Lobreden und Schwarzwälder Kirschtorte.

  1. Feierstunde im Bürgersaal: Breisachs Bürgermeister Oliver Rein, Ex-Landrat Jochen Glaeser, Landrätin Dorothea Störr-Ritter, Alfred Vonarb, Ex-CDU-Landtagsabgeordneter Gundolf Fleischer, Ex-Regierungspräsident Sven von Ungern-Sternberg und Erhard Bucher, Ex-Ortsvorsteher von Niederrimsingen (von links). Foto: Kai Kricheldorff

BREISACH. Mit einer Feierstunde im Bürgersaal hat die Stadt Breisach Altbürgermeister Alfred Vonarb zu seinem 70. Geburtstag gratuliert. Im Beisein von Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Kirche sowie zahlreichen Weggefährten des Jubilars aus Südbaden und dem Elsass würdigte sein Nachfolger, Bürgermeister Oliver Rein, die Lebensleistung des Kommunalpolitikers und Ehrenbürgers der Stadt. Auch eine größere Abordnung des Bundes "Heimat und Volksleben" gratulierte Alfred Vonarb – dieser steht seit 22 Jahren dem größten deutschen Trachtenverband als Präsident vor.

"Bürgermeister in Breisach sein zu dürfen ist etwas Herausgehobenes", sagte Vonarb in seiner Dankesrede, nachdem Rein die Lebensstationen des Jubilars ausführlich geschildert und sein politisches Wirken als "sensationelle Leistung" bezeichnet hatte.

1982 hatte Alfred Vonarb die Amtsgeschäfte im Breisacher Rathaus übernommen. Das Haushaltsvolumen der Stadt betrug damals knapp 24 Millionen Mark (12,2 Millionen Euro). Als er 2006 nach drei Wahlperioden aus dem Amt schied, hatte sich diese Summe verdreifacht.

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Dem "überzeugten Europäer" Alfred Vonarb sei die Modernisierung Breisachs gelungen, sagte Rein und erinnerte an eine Vielzahl von Leistungen seines Amtsvorgängers. Dabei hob er die Ernennung der Europastadt zum Mittelzentrum, die Stützmauersanierung des Münsterbergs, den Bau der deutsch-französischen Jugendbegegnungsstätte und die Entwicklung neuer Gewerbegebiete in der Kernstadt und den Ortsteilen besonders hervor.

Rein würdigte auch den Ausbau der Breisach-Touristik zu einem kompetenten Dienstleistungszentrum, die Weichenstellung für den Naturgarten Kaiserstuhl, die Beteiligungen der Stadt an Sparkasse, Badenova und dem Rheinhafen, den wegweisenden Bau des Helferzentrums in der Münsterstadt sowie Vonarbs beharrliches und erfolgreiches Engagement bei der Rheinretention und der Konversion des von den Franzosen aufgegebenen Militärgeländes in Breisach.

"Sie sind die Aufgaben beherzt angegangen und haben sich das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen lassen", fasste der Bürgermeister zusammen – und erinnerte auch an den Landkreispolitiker Alfred Vonarb. Der war schon 1971 in den Kreistag des damaligen Landkreises Freiburg gewählt worden. Später habe er lange Jahre, auch als Chef der CDU-Fraktion, die Arbeit des Gremiums maßgeblich mitgeprägt.

"Der Landkreis war schon immer spitze und Breisach ist die beste Stadt des Landkreises, jedenfalls haben das alle Landräte gesagt, wenn sie in Breisach waren", sagte Alfred Vonarb lächelnd in seiner – wie immer kurz gehaltenen – Dankesrede. Er bedankte er sich bei Weggefährten und Mitstreitern sowie seiner Ehefrau Edith und seinen beiden Kindern mit ihren Familien.

Von der Stadt Breisach erhielt der Jubilar ein wertvolles Weinpräsent, der Bund "Heimat und Volksleben" brachte seinem Präsidenten ein musikalisches Ständchen dar, das mit dem gemeinsam gesungenen Badener Lied ausklang und überraschte Alfred Vonarb auch mit einer Schwarzwälder Kirschtorte.

Nach dem offiziellen Empfang ging die Feier auf Einladung des Bürgermeisters im Rathaus weiter.



Autor: Kai Kricheldorff