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15. Oktober 2013

Das Kunstforum wählt sich eine Dreierspitze

Zusätzlich zu Jobst Schneider und Volker Lindemann übernimmt Brünhild Zinger eines der drei Vorsitzendenämter / Neue Ausstellung ab kommenden Sonntag.

  1. Dreierteam: Volker Lindemann, Brünhild Zinger und Jobst Schneider (von links) vertreten das Kunstforum nach außen. Foto: Fotos: Bilke

  2. Foto: Ernst Hubert Bilke

  3. Foto: Ernst H. Bilke

WALDKIRCH. Das Georg-Scholz-Haus-Kunstforum wird in den nächsten Jahren von drei Personen im Vorstand vertreten: Brünhild Zinger, Volker Lindemann und Jobst Schneider. In der Mitgliederversammlung wurde die Zusammenarbeit mit der Musikschule mit gemischten Gefühlen diskutiert. Am 17. November wird mit der Musikschule in einem "Tag der offenen Tür" das Gesamtkonzept vorgestellt.

Zu Beginn der Versammlung erinnerte Ehrenvorsitzender Rainer Höll an die verstorbene Sponsorin Waltraud Sick. Nach Kunststudien in München und Berlin war sie vor allem durch Illustrationen für Kinder- und Jugendbücher bekannt geworden. Waltraud Sick setzte sich als Mitglied des Kunstforums auch im Vorstand für das Georg-Scholz-Haus ein.

Volker Lindemann berichtete von den Ausstellungen der vergangenen Saison. Mit rund 420 Besuchern waren die Ausstellung mit Julia von Troschke sowie die Sonderausstellung von Gertrude Degenhardt mit rund 560 Besuchern am erfolgreichsten. Als gelungen bezeichnet wurde auch die Gemeinschaftsausstellung mit der Emmendinger "Galerie am Tor" mit Werken der Geschwister Göhringer. Zu jeder Ausstellung gab es ein Rahmenprogramm mit Schreibnacht, Filosofischem Forum, Kunstgespräch und weiteren Veranstaltungen.

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Nach dem Bericht der Kassenwartin Barbara Müller und dem Bericht von Brünhild Zinger über die Arbeit des Künstlerischen Beirats wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Barbara Müller und Peter Joswig gaben nach 17 aktiven Jahren im Vorstand ihre Ämter auf.

Bei der anschließenden Wahl wurden die Vorschläge des Vorstandes von der Versammlung angenommen sowie eine Satzungsänderung, um ein Dreierteam als Vertretung des Vereins zu ermöglichen. Wieder gewählt wurden Jobst Schneider und Volker Lindemann. Dritte im Bunde an der Vereinsspitze wurde Brünhild Zinger. Anette Pitz van Ahlen übernimmt das Aufgabengebiet von Peter Joswig, Schriftführung und Presse. Renate Breithaupt wurde die Kassenführung anvertraut. Beisitzer sind Ortulf Reuter, Uschi Breithaupt und Roland Krieg. Als Nachrückerin im Vorstand stellte sich Tina Reuter zur Verfügung.

Musikschulleiter Stephan Göritz nahm als Gast an der Versammlung teil und erläuterte seine Ideen. Er kenne das Georg-Scholz-Haus sehr gut, da er von 2008 bis 2013 selbst im Hause wohnte. Von den Gemeinderatsfraktionen wurde immer wieder gefordert, dass die Immobilie verkauft oder mehr genutzt werden sollte. Da das Leben der Schüler immer mehr von Ganztagsunterricht geprägt wird, war sein Grundgedanke, mehr Leben in das Haus zu bringen, indem Übende der Instrumente Gitarre, Violine, Cello und Klavier in ihrer freien Zeit im Erdgeschoss üben könnten. Das Obergeschoss wird nur von Lehrkräften der Musikschule genutzt. Versicherungstechnische und organisatorische Fragestellungen zur Vereinbarkeit der gleichzeitigen Präsenz von ausgestellten Werken und Übenden konnten erfolgreich mit dem Vorstand des Kunstforums geregelt werden. Am Dienstagabend möchte Göritz ein regelmäßiges Musikcafé einrichten. Diese Kooperation ist vorerst ein Pilotprojekt für ein Jahr. In der Aussprache wurde die Chance gesehen, dass musisch interessierte junge Menschen durch die Anschauung von zeitgenössischer Kunst auch einen Zugang zum Kunstforum finden.

In der kommenden Saison wird es übrigens sechs Ausstellungen im Georg-Scholz-Haus geben. Die erste beginnt am kommenden Sonntag, dem 20. Oktober, um 11 Uhr, mit Arbeiten von Herta Seibt de Zinser und Ferdinand Tosch zum Thema "Linien / Dimensionen" (ein Bericht folgt).

Autor: ehb