Das Licht ist wieder an

Paul Berger

Von Paul Berger

Di, 20. November 2018

Zell im Wiesental

Gottesdienst und Empfang für den neuen evangelischen Pfarrer Hellmuth Wolff in Zell.

ZELL/HÄG-EHRSBERG. Im evangelischen Pfarrhaus in der Zeller Gartenstraße brennt wieder Licht. Die Gemeinde hat mit Hellmuth Wolff endlich einen neuen Pfarrer gefunden, der Zell künftig zusammen mit Häg-Ehrsberg betreuen wird. Für die Gemeindemitglieder ist das zweifellos eine wichtige und erfreuliche Sache die viele zuversichtlich nach vorne blicken lässt. Am Sonntag wurde der neue Pfarrer mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Empfang in sein Amt eingeführt.

Erleichtert ist auch Markus Becker, Vorsitzender des Zeller Kirchengemeinderates, der das Ganze mit großer Freude und sichtlicher Genugtuung sieht. Und Licht am Ende des Tunnels sehen auch die derzeit noch vakanten Pfarreien in Schönau und Todtnau, wo Pfarrer Wolff aushilfsweise tätig sein wird.

Vor 14 Tagen ist Hellmuth Wolff mit seiner Ehefrau Annette von Hinterzarten nach Zell gezogen um die Arbeit als Gemeindepfarrer zu übernehmen. Bei seiner feierlichen offiziellen Amtseinführung in der Zeller Stadtkirche zeigte sich Dekanin Bärbel Schäfer am Sonntag erleichtert, dass die lange Vakanzzeit für Zells evangelische Christen nun zu Ende gegangen ist. Musikalisch umrahmt wurde die kirchliche Feier vom Spontanchor aus Atzenbach unter Leitung von Peter Kiefer sowie einem Bläser-Ensemble der Stadtmusik Zell mit Philipp Kaiser an der Spitze.

Schäfers Dank galt auch denjenigen, die sich während der Vakanzzeit in besonderem Maße für die Gemeinde eingesetzt und engagiert haben.

"Es ist einfacher, bei einem Abschied Worte des Dankes und der Anerkennung zu

finden, als am Beginn"

Dekanin Bärbel Schäfer
Namentlich erwähnte sie Pfarrer i. R. Hans-Joachim Demuth, seine Ehefrau Maria Demuth sowie Gemeinde-Diakonin Rebekka Specht und die Mitglieder des Kirchengemeinderates mit ihrem Vorsitzenden Markus Becker. Sie alle hätten in dieser schwierigen Zeit tiefe Spuren in der Gemeinde hinterlassen, lobte Bärbel Schäfer deren Einsatz. "Es ist einfacher, bei einem Abschied Worte des Dankes und der Anerkennung zu finden, als am Beginn", sagte Schäfer. Zells neuem Pfarrer Hellmuth Wolff, wünschte sie Mut, Kraft und Zuversicht für seine verantwortungsvollen und wichtigen Aufgaben.

Gleichzeitig überreichte sie ihm die von Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh unterzeichnete Ernennungsurkunde. Einen herzlichen Willkommensgruß im Namen der Gemeindemitglieder richtete Klaus Klausnitzer an den neuen Pfarrer. Klare Worte fand Hellmuth Wolff in seiner viel beachteten und tiefgründigen Predigt, in der er sowohl gesellschaftliche als auch religiöse Themen ansprach.

"Möge das Feuer der Begeisterung die Herzen der Menschen wecken", mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Frank Malzacher von der katholischen Kirchengemeinde und Leiter der Seelsorgeeinheit Zell, Atzenbach und Häg seinen evangelischen Kollegen. Gleichzeitig freue er sich, dass Pfarrer Wolff und seine Familie gleich in ihr Pfarrhaus einziehen konnten. Er selbst müsse nach vier Jahren immer noch auf den Einzug in sein Pfarrhaus warten, bedauerte Malzacher.

Malzacher hofft und wünscht, dass die unter Pfarrer Demuth erfolgreich praktizierte Ökumene auch in Zukunft fortgesetzt werde. Worte der Begeisterung fand auch Zells Bürgermeister Peter Palme, der Pfarrer Wolff im Namen der Stadt und der Nachbargemeinde Häg-Ehrsberg willkommen hieß: "Sie sind ein Glücksfall für Zell", sagte der Gemeindechef und machte dem neuen Pfarrer, der ein begeisterter Sänger ist, gleich ein Angebot für dessen Freizeitbeschäftigung. "Sie haben bei uns die Wahl, ihre Stimme in einen von insgesamt sechs Männerchören einzubringen".

Im Namen der Kirchengemeinden im Oberen Wiesental und der Montfort-Realschule Zell begrüßte Renate Metzler Pfarrer Hellmuth Wolff und überreichte ihm eine leckere und süße Überraschung aus der Region.