Klassik

Das Programm der Spielzeit 2018/19 bei den Freiburger Albert-Konzerten

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Do, 08. März 2018 um 18:54 Uhr

Klassik

Die Freiburger Albert-Konzerte spielen in der Champions League der Klassik. Auch in der neuen Saison wird das bei den Orchester- und Kammermusik-Abenden nicht anders sein.

Womöglich ergeht es den Besuchern der Freiburger Albert-Konzerte am Ende der kommenden Saison 2018/19 wie dem Jüngling Paris in der griechischen Mythologie im übertragenen Sinn: Ihnen obliegt es dann zu urteilen, welche der drei Weltklassegeigerinnen, die beim Konzerthaus-Zyklus an drei Abenden auftreten werden, die beste gewesen dürfte. Ein schwieriges, geradezu unlösbares Unterfangen, sind doch Hilary Hahn, Lisa Batiashvili und Anne-Sophie Mutter so etwas wie Göttinnen ihres Instruments.

Immerhin, und kaum zu glauben, Anne-Sophie Mutter, die Südbadnerin, wird erstmals mit Orchester in Freiburg auftreten: dem Kammerorchester Wien-Berlin, einer Mixtur aus handverlesenen Musikern der beiden berühmten Philharmoniker unter dem Konzertmeister aus Wien Rainer Honeck. Im Zentrum des Programms: drei Mozart-Violinkonzerte. Hilary Hahn, die zusammen mit dem SWR-Symphonieorchester auftritt, spielt Prokofjews erstes Violinkonzert; und Lisa Batiashvili wird mit Bartóks erstem Violinkonzert zu hören sein – begleitet von der großartigen Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter ihrem ebenso großartigen Chef Sir Antonio Pappano.

Drei Beispiele aus der neuen Spielzeit, die die Champions League-Qualität der Albert-Konzerte unterstreichen. Gleich zum Auftakt (21. November) gibt es ein Wiedersehen mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter einem ihrer ehemaligen Chefs, der längst selbst Legende wurde: Herbert Blomstedt. Leif Ove Andsnes spielt Brahms’ erstes Klavierkonzert. Für weitere Höhepunkte sorgen Künstler wie Sol Gabetta, Rudolf Buchbinder, Mikhail Pletnev (zusammen mit dem Kammerorchester Basel) oder Klangkörper wie das City of Birmingham Symphony Orchestra und das Royal Philharmonic aus London. Mit der – jugendlichen – Filarmonica Joven de Columbia macht das Gegenstück zum venezolanischen Simón Bolívar-Orchester Station.

Beim Kammermusikzyklus gibt es vier erlesene Streichquartette: das Hagen Quartett, das Emerson String Quartet, das gerade erst im Kino durch den Film "4" zu Ehren gekommene Quatuor Ebène und das junge Aris Quartett, das eine atemberaubende Karriere hinter sich hat. Frank Peter Zimmermann wird zusammen mit dem Pianisten Martin Helmchen mit dem ersten Abend seines dreiteiligen Beethoven-Violinsonaten-Zyklus aufwarten. Und dann sind da die Pianisten Grigory Sokolov, Arcadi Volodos – und Hélène Grimaud. Letztere wird eines der vier Sonderkonzerte bestreiten, zu denen weiter Auftritte der King’s Singers, des Ensembles German Brass sowie Klaus Maria Brandauers und des Balthasar-Neumann-Ensembles unter der Leitung seines Gründers und Chefs Thomas Hengelbrock gehören.

Alle Infos ab 17. März unter    http://www.albert-konzerte.de