Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
07. Juni 2010
Das war schon ein ganz besonderer Wettbewerb
LANDESTURNFEST II: 165 Mannschaften beteiligten sich an einem außergewöhnlichen Triathlon / Paddeln, Schwimmen und Laufen.
OFFENBURG (ges). 300 Meter Paddeln, 150 Meter Schwimmen und drei Kilometer Laufen: Auf diesen außergewöhnlichen Triathlon haben sich am Samstag 165 Mannschaften mit jeweils zehn Mitgliedern eingelassen. Den besonderen Wettbewerb (abgekürzt "DbW") des Landesturnfestes gibt es seit 23 Jahren. Ausgedacht hat ihn sich Ludwig Gregori vom Schwäbischen Turnerbund.
"Wir wollen den Gruppengedanken fördern und die Vielseitigkeit der Turner herausfordern", so Gregori, der mit Strohhut und Teilnehmerliste am Ufer des Gifizsees steht. Um ihn herum bereiten sich die Sportler auf die drei Disziplinen vor. Er sei zwar am Reck besser als beim Paddeln, erklärt der 19-jährige Thomas, doch hier gehe es ja nicht um Leistung, sondern um den Spaß. Seine Mannschaftskollegen nicken. Adjektive wie witzig, echt geil und super machen die Runde. "Hauptsache, ankommen" gilt als Motto für Susanne (17), Meike (15) und Claudia (14), die letzte Dehnübungen absolvieren, ehe es ins Wasser geht. Wobei Gregori aus langjähriger Erfahrung weiß: "Sobald die Teilnehmer in den Booten sitzen, ist Schluss mit lustig." Dann setze sich der Kampfgeist durch. Wer will sich schon vom kleinen Verein aus der Nachbargemeinde schlagen lassen? Die Padelboote, die am Ufer liegen, wurden vom Raftingclub Augsburg ausgeliehen. "Früher haben wir sie von der Bundeswehr bekommen", erinnert sich Gregori. Doch die Zeiten sind vorbei. Fünf Teams gehen jeweils an den Start, jeder Gruppe ist ein Zeitnehmer zugeteilt. Nach dem obligatorischen "Auf die Plätze, fertig los" wird auf die Stoppuhr gedrückt. Wenn das sechste Teammitglied die Laufstrecke absolviert hat, steht die Gesamtzeit für die Mannschaft fest. Alle "finisher" erhalten eine Medaille. Die schnellste Gruppe darf auf Rechnung der DB Regio an einem Tagesausflug inklusive Bahnanreise mit dem Baden-Württemberg-Ticket in den Klettergarten nach Kenzingen teilnehmen. Auch dort wird Teamgeist gefragt sein.
Werbung
Doch zurück an den Gifiz. Die Stimmung ist hervorragend, im Ziel vor dem DLRG-Häuschen wird die La-Ola-Welle einstudiert, "die Schönsten sind wir sowieso", erklärt Michael (23), der auf eine gute Zeit seines Vereins hofft. Er selbst kann wegen einer Verletzung an der Achillesferse nicht teilnehmen, sagt der junge Mann aus dem Schwäbischen. Bedauern schwingt mit, denn dass dieses sportliche Kräftemessen Laune macht, ist den Teilnehmern anzumerken. Im Viertelstundentakt geht es an den Start. Ist die Doppelboje auf dem See erreicht, folgt der Sprung ins 18 Grad kalte Wasser. Das rettende Ufer wird mit kräftigen Kraulbewegungen erreicht. Teilnehmerrekord verzeichneten die Veranstalter in Offenburg nicht. Bei Turnfesten am Bodensee können es über 200 Teams sein. "Wenn noch mehr Turner die Anlage hier gekannt hätten, wären wir garantiert an diese Zahl herangekommen", versichert Gregori und gerät ins Schwärmen über die "spitzenmäßigen Gegebenheiten".
Autor: ges
