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21. Juni 2012

Dealer mit Luxusautos

Polizei beschlagnahmt 42 Kilogramm Rauschgift.

VILLINGEN /TUTTLINGEN (BZ). Einen überaus florierenden Handel mit Rauschgift sollen sieben mutmaßliche Dealer im Schwarzwald organisiert haben. Wie die Polizei in Tuttlingen am Mittwoch berichtete, wurden die Männer im Alter von 23 bis 39 Jahren festgenommen, als sie eine neue Lieferung Drogen im Schwarzwald-Baar-Kreis ausfahren wollten. Fünf der Verdächtigen sollten noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bei der Durchsuchung von 16 Wohnungen wurden 34 Kilogramm Marihuana, sechs Kilogramm synthetische Drogen, zwei Kilogramm Haschisch sowie Bargeld in mittlerer fünfstelliger Höhe beschlagnahmt. Zudem wurden vier Luxusautos sichergestellt. Nach Angaben der Polizei ist der Fall einer der größten Rauschgiftfunde der Polizei in Baden-Württemberg in diesem Jahr.

Dem Zugriff am Dienstagabend mit mehr als 120 Beamten von Polizei, Landeskriminalamt und Zoll gingen lange Ermittlungen voraus. Im Sommer 2009 entdeckte ein Arbeiter an seinem Arbeitsplatz, einer Werkstatt, einen Karton mit zwölf Kilogramm Marihuana. Er informierte die Polizei über den Zufallsfund. Die Ermittlungen führte die Polizei auf die Spur eines heute 33 Jahre alten Geschäftsmannes aus Trossingen. Doch die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse reichten zunächst nicht für Überführung des Tatverdächtigen aus.

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Verdeckte Ermittlungen führten schließlich zu der Bande, die nach den Erkenntnissen der Polizei die Drogen an Zwischenhändler und Konsumenten im Schwarzwald verkauft haben soll.

Am vergangenen Dienstag wurden die Tatverdächtigen nach der Rückkehr von ihrer jüngsten Besorgungsfahrt von der Polizei überrascht. Kaum war ihr Kurier mit einer neuen Lieferung im Schwarzwald-Baar-Kreis angekommen, griff die Polizei zu und nahm den Kurier und zwei am vereinbarten Treffpunkt auf ihn wartende Zwischenhändler fest.

Für die 120 bereitstehenden Polizeikräften war dies das Signal zum Beginn der zuvor abgestimmten und zeitgleich ablaufenden Durchsuchung der Wohnungen aller weiteren Tatverdächtigen. Dabei soll Beweismaterial gefunden worden sein. Bei den bislang sieben festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich nach Angaben der Polizei vorwiegend um Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion.




Autor: bz