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09. Juni 2012 18:04 Uhr

Atomkraft

Demonstration: Einige hundert Menschen gegen Fessenheim

Atomkraftgegner aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz haben am Samstag eine rasche Schließung des elsässischen Atomkraftwerks gefordert.

  1. Forderung an den französischen Präsidenten François Hollande, das Kraftwerk bis zum Ende seiner Amtszeit vom Netz zu nehmen. Foto: Gerold Zink

Die Veranstalter vom Aktionsbündnis "Fessenheim stilllegen. JETZT!" sprachen von etwa 300 Teilnehmern, die sich vor der Anlage dicht an der deutschen Grenze versammelten. Die Deutschen seien besonders zahlreich gekommen, sagte ein Sprecher.
"Genug Gerede, wir wollen jetzt Taten", hieß es auf einem Spruchband. Die Demonstranten haben als Symbol für die radioaktive Wolke von Tschernobyl Luftballons hochsteigen lassen. Mit ihren Kundgebungen wollen die Umweltschützer dem neuen französischen Präsidenten François Hollande Druck machen: Er hatte im Wahlkampf versprochen, dieses älteste Kernkraftwerk des Landes bis zum Ende seiner Amtszeit 2017 vom Netz zu nehmen. Dann wird Fessenheim 40 Jahre alt sein.
Als Präsident kann Hollande Fessenheim auch dann schließen, wenn bei den anstehenden Parlamentswahlen wider Erwarten das bürgerliche Lager eine Mehrheit in der Nationalversammlung gewinnen sollte.
Hauptkritikpunkte der Umweltschützer sind die Erdbebengefahr sowie der mögliche Ausfall der Kühlung beim Bruch des Rheinseitenkanals. Würde man Fessenheim sofort schließen, so die Argumente, könnte man Geld für Nachrüstungen sparen und stattdessen lieber erneuerbare Energien ausbauen.

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Autor: dpa


16 Kommentare

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gabriele Knott

Registriert seit: 08.02.2012

Kommentare: 90

09. Juni 2012 - 20:33 Uhr

Ist das jetzt noch wegen Fukushima oder einfach so.

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Elly Brodhag

Registriert seit: 18.11.2010

Kommentare: 325

09. Juni 2012 - 21:28 Uhr

@Gabriele Knott: Das hat nur bedingt mit Fukushima zu tun und es wird auch nicht einfach nur so gegen das AKW Fessenheim demonstriert. Wie man aus dem Artikel herauslesen kann, ist das AKW Fessenheim eines der ältesten AKWs und wenn Sie sich weiter informieren, dann wissen Sie, dass laufend Pannen in diesem AKW sind. Wir brauchen hier kein neues Tschernobyl, Fukushima, Harrisburg usw. Deshalb AKW Fessenheim ABSCHALTEN - JETZT. Frau Knott, wenn es Ihnen möglich ist, gehen Sie nach Müllheim, da ist jeden Montag um 18:00h Mahnwache in der Werderstraße neben der Sparkasse. Da können Sie sich auch über alles informieren.

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Gustav Rosa  

Gustav Rosa

Registriert seit: 02.04.2011

Kommentare: 99

09. Juni 2012 - 23:41 Uhr

Auch in Breisach stehen an jedem Montag zwischen 18:00 und 19:00 Uhr "Mahnwacher" auf dem Neutorplatz - und das schon seit 59 Wochen! Am kommenden Montag berichtet Erhard Schulz anschließend ab 19:30 Uhr in der Spitalkirche über seine Fukushima-Reise. Wer sich informieren möchte: http://spd-breisach.de/index.php?id=584

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Jörg Jessen  

Jörg Jessen

Registriert seit: 17.07.2010

Kommentare: 119

09. Juni 2012 - 23:45 Uhr

@Gabriele Knott: Ich hab hier selten so einen sinnfreien Kommentar gelesen wie den Ihren.
Schönen Gruß aus Emmendingen (32,6 km)

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 219

10. Juni 2012 - 00:48 Uhr

Wenn Hollande ein echter Sozialist ist, dann wird er Fessenheim so lange wie möglich weiter laufen lassen.

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gabriele Knott

Registriert seit: 08.02.2012

Kommentare: 90

10. Juni 2012 - 07:29 Uhr

@jörg jessen
"sinnfreien Kommentar ..."
aber verstanden haben sie ihn schon?

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Christian Stocker

Registriert seit: 01.09.2010

Kommentare: 166

10. Juni 2012 - 13:16 Uhr

Nicht nur Fessenheim muß abgeschaltet werden, sondern auch Cattenom!!!
Wann kapieren das die Franzosen endlich???
Wer jetzt noch nach Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima immer noch an Atomkraftwerke glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen!

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Jonathan Weber  

Jonathan Weber

Registriert seit: 01.03.2010

Kommentare: 1086

10. Juni 2012 - 14:07 Uhr

@Christian Stocker
"Nicht nur Fessenheim muß abgeschaltet werden, sondern auch Cattenom!!!"

...und alle anderen AKWs in F.!!!

Auch Frankreich braucht den Ausstieg aus der Atomenergie!

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 219

10. Juni 2012 - 14:21 Uhr

Also ich muss mich immer schämen, wenn Deutsche gleichermassen grosskotzig wie ahnungslos andere Nationen belehren, was sie zu tun und zu lassen haben. Das führt zu gar nichts, ausser zu gegenseitiger Feindschaft.

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Jonathan Weber  

Jonathan Weber

Registriert seit: 01.03.2010

Kommentare: 1086

10. Juni 2012 - 15:03 Uhr

Lieber Herr Krenn,
ich vertrete meine Meinung nicht als Deutscher sondern als Mensch.
Die atomare Katastrophe bei einem eventuellen Unfall in Fessenheim unterscheidet übrigens nicht zwischen Schweizern, Deutschen und Franzosen!

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Martin Burster

Registriert seit: 31.01.2010

Kommentare: 1354

10. Juni 2012 - 19:13 Uhr

Herr Krenn, offensichtlich glauben sie der französischen Politik, wenn die behauptet, Radioaktivität macht an Staatsgrenzen halt. Wenn sie sich also darauf verlassen, dass die "französische" Radioaktivtät an der Grenze halt macht und nicht den Rhein überquert, dann weiterhin ein sorgenfreies und entspanntes Leben in der Nachbarschaft dieses Schrottreaktors.
Falls sie nicht glauben, dass Frankreich bei einem GAU die Strahlung auf sein Staatsgebiet beschränken kann, dann würde ich ihnen dringend raten, gegen Fessenheim zu demonstrieren, bevor es zu spät ist.

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 219

10. Juni 2012 - 20:34 Uhr

Danke für die Einladung, aber ich beteilige mich nicht am deutschen Angst- und Katastrophismus-Kult. Wie die große Mehrheit der Franzosen übrigens auch.

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Martin Burster

Registriert seit: 31.01.2010

Kommentare: 1354

10. Juni 2012 - 20:44 Uhr

Herr Krenn, niemand kann sie zu ihrem Glück zwingen. Ich wette allerdings, dass sie sich bei einem GAU in Fessenheim an der Evakierung beteiligen werden. Wenn das dann mit dem zu erwartenden Chaos und Kollaps der Verkehrsinfrastruktur noch möglich ist ....
Im Übrigen hinkt ihre Wahrnehmung Frankreichs der Wirklichkeit hinterher. Beim letzten Castor-Transport hat es auch massive Proteste in Frankreich gegeben. Und Hollande ist nicht zuletzt mit dem Versprechen Präsident geworden, Fessenheim abzuschalten. Auch in Frankreich hat es die Atomlobby zunehmend schwerer, ihre Heilsversprechen zu verkaufen.

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Michael Krenn

Registriert seit: 17.07.2011

Kommentare: 219

10. Juni 2012 - 21:05 Uhr

Monsieur Hollande wird es nicht eilig haben mit Fessenheim. Das Ganze ist einfach kein drängendes Thema in Frankreich. Abgeschaltet wird realistischerweise erst dann, wenn es betriebswirtschaftlich Sinn macht. Und laut Aussagen von Hollandes Energieberater wird das nicht vor 2017 sein, wenn eine Betriebsdauer von 40 Jahren erreicht wird.

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gabriele Knott

Registriert seit: 08.02.2012

Kommentare: 90

10. Juni 2012 - 21:17 Uhr

@Jonathan Weber
„Die atomare Katastrophe bei einem eventuellen Unfall in Fessenheim unterscheidet übrigens nicht zwischen Schweizern, Deutschen und Franzosen!“

Ne aber die Wetterlage. Was glauben Sie denn , warum die Franzosen das AKW Fessenheim an die östliche Landesgrenze gebaut haben?
Im November 2011 vereinbarten die französischen Sozialisten (Parti Socialiste, PS) und Grünen (EELV), im Fall eines Wahlsieges bei den Präsidentschaftswahlen am 22. April 2012 bis zum Jahr 2025 24 französische Kernkraftwerke stillzulegen. Das KKW Fessenheim solle im Falle eines linken Wahlsieges sofort abgeschaltet; dies bestätigte der sozialistische Kandidat François Hollande wiederholt.
Also Weber und die anderen Ökopopulisten halten Sie mal den Ball flach.
Und außerdem was fällt den Freizeitdemonstranten, oft mit Kind und Kegel, eigentlich ein, den Franzosen was vorschreiben zu wollen?

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Joshua Knarz

Registriert seit: 12.01.2011

Kommentare: 367

11. Juni 2012 - 09:26 Uhr

Ganz generell ist es natürlich naiv anzunehmen, dass im Falle eines GAU keine Deutschen Gebiete von der Verstrahlung und anderen Auswirkungen betroffen wären. Das Fessenheim in der Zeit gebaut wurde als die ersten Käfer Modelle noch "High-Tech" waren zeigt, trotz einiger Modernisierungen, wie alt dieses AKW auch technisch ist.

Deshalb: Fessenheim gehört abgeschaltet, keine Frage!

Aber:

1) Es ist eine suveräne Entscheidung der Franzosen ob und wie und wann sie ihre AKW abschalten wollen, so doof das auch für die Bewohner der anderen Seite der Rheins auch ist.

2) Die angsprochenen Demos in Frankreich, vorallem in und um Fessenheim, sind mit mindestens 50% Deutschem Anteil. Das ist schon ziemlich peinlich da von einem "französischen" Protest zu sprechen.

Fazit: Als Franzose könnte man da schon den Eindruck bekommen die Deutschen wollen alles regieren und verändern wie es Ihnen passt. Da liegt der Gedanke "Am Deutschen Wesen soll die Welt genesen" garnicht mehr weit weg. Selten konnte man das Wort "Ökofaschismus" besser verwenden.

Liebe Leut, die Franzosen werden Fessenheim irgendwann vom Netz nehmen. Bis dahin heist es Daumen drücken! Und selbst wenn sie es abschalten ist es noch lange nicht gesagt das kein neues in Fessenheim gebaut wird..

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