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21. Juni 2012

Den Fußgängern nichts wegnehmen

Parken auf dem Gehweg oder auf der Straße: Gemeinderat nimmt bei der Umgestaltung der Hauptstraße den Fuß vom Gas.

  1. Parkplätze auf Gehwegniveau (linkes Bild) oder besser auf der Straße? Der Gemeinderat will erst die Feinplanung abwarten, bevor er entscheidet. Foto: Barbara Schmidt

  2. Foto: Barbara Schmidt

WEHR. Die Wehrer Hauptstraße wird weder Fußgängerzone noch Einbahnstraße. Stattdessen soll sie so umgestaltet werden, dass Autos, Radfahrer und Fußgänger gut aneinander vorbeikommen. Erster Schritt ist eine neue Anordnung der Parkplätze auf Straße oder Gehweg. Der Gemeinderat hat die Verwaltung am Dienstag mit der vorbereitenden Planung beauftragt.

Die Brenner Ingenieurgesellschaft aus Aalen wird die Entwürfe weiter ausarbeiten und dann der Arbeitsgruppe Innenstadtentwicklung und dem Gemeinderat vorlegen. "Wir haben viel Zeit", sagte Bürgermeister Michael Thater mit Blick auf die Bauarbeiten Bahnhofplatz /Hauptstraße. Solange sie nicht abgeschlossen sind (voraussichtlich Oktober), bleibt die restliche Hauptstraße unangetastet.

Die Planer empfehlen ohnehin einen stufenweisen Umbau: Größere Veränderungen seien erst möglich, wenn die Hauptstraße zur Gemeindestraße herabgestuft worden ist. Den Antrag kann die Stadt erst stellen, wenn der Anschluss Mitte fertig ist, frühestens Mitte 2013. Die Ziele für die Wehrer Einkaufsmeile sind seit Jahren klar: weniger Durchgangsverkehr, mehr Platz für Fußgänger und größere Anreize für Besucher. Das neue Konzept baut darauf auf. In Stufe 1 wird der ruhende Verkehr neu geordnet (siehe Infobox). In Stufe 2 könnte dann der Storchenplatz zu einem echten Platz werden, ähnlich wie heute der Talschulplatz. Ein Parkleitsystem und die Verlegung der Adlerparkplatz-Zufahrt in die Waldstraße gehören auch zum Gesamtkonzept, das Ulrich Noßwitz vorstellte.

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Die Idee, Parkplätze auf die Gehwege zu verlegen, stieß im Gemeinderat auf Widerstand: Fußgängern und der Gastronomie dürfe nichts weggenommen werden. Christoph Schmidt (FWV) forderte, dass die Talstraße durchgängiger werden müsse, wenn sie künftig als eine zentrale Verbindungsachse dienen sollte. Einer Umsetzung der Stufe 1 wollte der Rat noch nicht zustimmen. Eric Nehls (CDU) sah selbst in der weiteren Planung eine Vorentscheidung und stimmte dagegen, wie sein Fraktionskollege Johannes Mulflur. Ulrike Leber (CDU) enthielt sich.

Die Ideen der Planer

Alle Stellplätze auf der Hauptstraße werden einheitlich gestaltet und durch Bäume, Poller oder Lampen begrenzt, um Falschparken zu unterbinden. Die Planer empfehlen 19 Parkplätze auf Gehwegniveau (wie heute vor der Sparkasse). Der ebenerdige Bordstein wird einen halben Meter in die Fahrbahn hineingezogen, die dann statt fünf nur noch viereinhalb Meter breit ist. Die Alternative sind 17 Parkplätze auf der Straße, die dadurch auf 4,25 Meter verengt würde. Weitere Sofortmaßnahmen: Die Schranke zum Volksbank-Parkplatz entfernen, vor der Volksbank Poller gegen Falschparker aufstellen, die Einfahrten in die Hauptstraße optisch hervorheben, die Pfeilmarkierung in die Hauptstraße entfernen, einen Zebrastreifen an der Mediathek anlegen und das Bächle anheben, um es besser sichtbar zu machen.  

Autor: bas

Autor: Barbara Schmidt