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29. Mai 2010
B 3 als Slalomstrecke
Zwischen Denzlingen und dem Wassermer Wald geht’s für Autofahrer noch ein Jahr kurvenreich zu.
KREIS EMMENDINIGEN. Slalomfahren kann man freiwillig beim Racing Team in Freiamt oder zwangsweise auf der B 3 zwischen Emmendingen-Wasser und Denzlingen. Denn dort wird heftig gebaut. Sind die Arbeiten beendet, gibt es auf diesem zwei Kilometer langen Abschnitt für Landwirte und Radfahrer insgesamt sieben Brücken oder Unterführungen. Auch wenn die Arbeiten nicht mehr zu stoppen sind, halten die Grünen diese "erstaunlich umfangreichen Baumaßnahmen des Bundes" für weit überzogen.
Die Grünen-Kreistagsfraktion hatte vom Landratsamt erfahren, dass die Baumaßnahmen 4,55 Millionen Euro kosten. Dies sei angesichts der hohen Staatsverschuldung zu kritisieren, so die Grünen. Sie bedauern, dass Landrat Hanno Hurth ihre Nachfrage, ob nicht auch eine kostengünstigere und dennoch zumutbare Verkehrsführung möglich gewesen wäre, vage geblieben sei. Hurth hatte in seiner Antwort an die Grünen lediglich aufs planende Regierungspräsidium verwiesen.Weil die Kreisverwaltung, die am Planfeststellungsbeschluss beteiligt war, die weiteren 2,6 Millionen Euro für die Denzlinger B 3-Brücke und die Straßanschlüsse nach Vörstetten nicht erwähnte, zeigen sich die Grünen von der "etwas mageren Antwort" des Landrats enttäuscht.
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Die B 3 wird zwischen Denzlingen und dem Wassermer Wald auf drei Spuren ausgebaut, um Gefahrenpunkte zu entschärfen, die durch verschiedene Zufahrten entstehen könnten.
Die Grünen meinen, dass auch Landwirten "kleine Umwege zumutbar" seien. Sie bewerten die aus ihrer Sicht zu vielen Straßenquerungen" als "Verschwendung von Steuergeldern". Zusätzlich würden zu den aktuellen Baukosten mittel- und langfristig die Kosten zur Erhaltung der Bauwerke hinzukommen.
Der Pressesprecher des Regierungspräsidiums, Joachim Müller-Bremberger, räumte in einem Radiointerview ein: "Wir würden heute wahrscheinlich etwas weniger opulent bauen. Diese dichte Abfolge von Kunstbauwerken könnte man sich heute gar nicht mehr leisten."
Das Regierungspräsidium wies ergänzend darauf hin, dass die Verbreiterung von Querungen auf Wunsch von Landwirten realisiert werde. Auch werde durch die Baumaßnahmen die kommunale Struktur zwischen Denzlingen und Vörstetten verbessert und die historische Wegeverbindung beibehalten.
Auch die Grünen-Kreistagsfraktion sieht eine gefahrlose Überquerung der B 3 als sehr wichtig an. Allerdings stelle sich die Frage, warum es gleich sechs weitere teure Querungsbauwerke sein müssten. Auch wenn auf diesem B 3-Abschnitt nichts mehr zu korrigieren sei, so mahnen die Grünen bei künftigen Baumaßnahmen ein besseres Kostenbewusstsein an, da öffentliche Gelder knapp seien.
Auf BZ-Anfrage erklärte gestern der im Regierungspräsidium für dieses Projekt zuständige Sachgebietsleiter Michael Pionke vom Baureferat, dass die Baumaßnahmen auf der B 3 voraussichtlich noch ein Jahr dauern werden.
Autor: Eileen Woestmann


