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04. September 2009
"Das eigene Umfeld mitgestalten"
Neu im Rat: Bernhold Baumgartner für die Grünen
DENZLINGEN (mzd). "Es ist nicht möglich, alle zufrieden zu stellen", ist sich Bernhold Baumgartner sehr bewusst, dass er sich bei der Entscheidung, für den Gemeinderat zu kandidieren, keineswegs auf leichtes Terrain gewagt hat. Dass der 56-Jährige auf der Grünen-Liste auf Anhieb gewählt wurde, war für ihn weder überraschend noch klar vorhersehbar. "Ich konnte meine Chancen nicht abschätzen", betont er. Letztlich war auch ein bisschen Glück dabei, denn mit 1372 Stimmen hat er genau drei mehr als Stephanie Magens-Höfflin auf der Liste von Bündnis 90/Die Grünen.
Wie viel dazu ein Bonus für den gebürtigen Denzlinger geholfen hat, ist für Baumgartner offen. "Zumal ich mich 15 Jahre in der Welt umgeschaut habe", so der freiberuflich tätige Heilpädagoge. Die Welt heißt in seinem Fall Köln und Oberschwaben. Dass er bei früheren Kommunalwahlen dem Partei-Werben nicht nachgegeben hat, begründet er mit seinem berufsständischen Engagement neben dem eigentlichen Gelderwerb. "Berufspolitisch habe ich viel nebenher gemacht, dies mittlerweile zurückgefahren, bin aber immer noch Landessprecher des Berufsverbandes", so Baumgartner.
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Schon während der Schulzeit hat sich der heutige Vater von drei Kindern mehr als nur für die eigenen Belange engagiert. So in der kirchlichen Jugendarbeit, die damals erst die Breite entfaltete, die sie heute kennzeichnet. "Ich habe immer Versucht, mein Umfeld mitzugestalten", erklärt Baumgartner, der als eigene Interessensschwerpunkte den Sozialbereich und Ökologie benennt. Ganz entscheidend für ihn: "In der Kommunalpolitik geht es um das Zusammenspiel von Bürgern und der Verwaltung zum Wohl der Gemeinde", betont er. Nicht private Interessen, sondern eine Betrachtung von mehreren Seiten und die Berücksichtigung mehrerer Aspekte seien dabei unverzichtbar. Keinen Platz haben für ihn im Gemeinderat künstlich aufgebaute Konflikte. Am Ende zähle jedoch der Mehrheitsbeschluss, den es zu respektieren gelte.
"Keine einfache Lösung gibt es sicher bei dem Thema Verkehrskonzept", prognostiziert er. Dazu zählt für ihn auch die Anbindung der Ortsrandgebiete mit einem Zubringerdienst an den Bahnhof. Grundsätzlich sei in den kommenden Jahren unter den Rahmenbedingungen eines engeren Finanzspielraums die Kunst des Abwägens wieder mehr gefragt, so Baumgartner, der sich im Kulturkreis in ganz anderen Künsten zum Ausdruck brachte.
Autor: mzd
