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06. Februar 2012 14:02 Uhr

Zuviel Grundeis sorgt für Überlaufen der Glotter

Denzlingens neue "Eisbahn"

Aufgestautes Glotterwasser war am Montagmorgen der Grund dafür, dass die untere Hauptstraße zwischen "Rebstock" und "Krone" sich mit einem Eispanzer präsentierte. Mitarbeiter des Bauhofes sperrten daraufhin die Fahrbahn.

  1. Die Hauptstraße war im Unterdorf gesperrt. Foto: Frank Kiefer

  2. Unter dem „Rebstock“ war so viel Wasser, dass kein Papierschiffchen Platz hatte. Foto: Frank Kiefer

  3. Die Rocca-Wassertuzrbine steht, der Überlauf ist dicht vereist. Foto: Frank Kiefer

  4. Auch auf Höhe des „Sackträgerbrunnens“ ist eine dichte Eiskaskade. Foto: Frank Kiefer

  5. An der alten Nagelschmiede ist noch ein Wasyserrinnsal zu sehen. Foto: Frank Kiefer

DENZLINGEN. Aufgestautes Glotterwasser war am Montagmorgen der Grund dafür, dass die untere Hauptstraße zwischen "Rebstock" und "Krone" sich mit einem Eispanzer präsentierte. Mitarbeiter des Bauhofes sperrten daraufhin die Fahrbahn für Fahrzeuge von der Kronenstraße, der Hachberger- und der Kirchstraße kommend. Gegen 12 Uhr wurde die ansonsten gut frequentierte Durchgangsstraße für den Verkehr eingeschränkt wieder freigegeben.

Denzlingen schmückt sich an den Ortseinfahrten weithin sichtbar mit dem Titel "Sportfreundliche Gemeinde". Dass eine Eisbahn als neue Errungenschaft – und ohne Gemeinderatsbeschluss – über Nacht entstanden war, freute am Montag allenfalls einige Kinder. Anwohner und Verkehrsteilnehmer auf der Durchfahrt gerieten dagegen zwischen "Rebstock" und "Krone" erheblich auf Schlingerkurs. Die Glotter war wegen des vielen Eises übergelaufen.

"In der Nacht wurde Heinz Jund von der Polizei angerufen", erläuterte am Montagmorgen Bauhofchef Hermann Sillmann auf BZ-Anfrage. Der stellvertretende Bauhofleiter Jund übernahm daraufhin das Absperren.

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Vor Ort runzelte so mancher Unterdörfler die Stirn. "Das Problem ist eigentlich bekannt. Ich habe schon damals Bürgermeister Fischer gebeten, die Glotter unterhalb vom ,Rebstock’ 30 Zentimeter tief ausbaggern zu lassen, damit mehr Wasser unter die beiden Brücke passt", so einer der Unterlieger.

Die neuralgischen Punkte sind bekannt

Eng war es bereits unter der ersten Brücke unterhalb der Traditionsgaststätte auf Höhe der Kirchstraße. Doch für das Überlaufen sorgte kurz unterhalb die zweite Rundbogenbrücke. Für die Sicherung der Ufermauern sind nach Süden die Anlieger zuständig. Nach Norden kümmert sich die Gemeinde um die Grünanlage samt Rad- und Fußweg entlang der Glotter, die im Zuge der Modernisierung der L 112 vor Jahren angelegt worden war.

Und direkt zwischen den beiden Brücken lief just die Glotter über. Das Wasser ergoss sich auf die tiefer liegende Hauptstraße. Auf dem unterkühlten Straßenbelag gefror das Wasser, die Fahrbahn wurde zur unebenen Eisbahn. Die Gullys waren ebenfalls von einem Eispanzer überzogen. Nichts konnte ablaufen, wodurch sich die "Eiszunge" immer weiter ins Unterdorf ausbreitete.

"Wir haben ein Spezialgranulat aufgebracht und zudem Streusalz", erläuterte Bauhofchef Sillmann am Montag gegen 10.30 Uhr auf BZ-Anfrage. Daraufhin sei dann die Straße wieder freigegeben worden, weil die Streumischung durch das befahren schneller auftaue.

"Wir haben extrem Grundeis", nannte der Denzlinger Bauhofschef den Grund für das Überlaufen. Zwei Stellen hat die Gemeinde dabei im Auge: "Mit einem kleinen Bagger waren wir am ,Rebstock’ und mit einem großen Bagger oben am Mühlencafé".

Denn auch im Oberdorf ist eine neuralgische Stelle bekannt, die bei winterlichen Temperaturen zufriert und dann dort für ein Überlaufen des Wassers sorgen könnte.

Autor: Frank Kiefer