Dividende der Volksbank Breisgau Nord beträgt vier Prozent

Dagmar Barber

Von Dagmar Barber

Do, 07. Juni 2018

Emmendingen

Vertreterversammlung der Volksbank Breisgau Nord / Dreher: 2018 wird schwächer ausfallen.

DENZLINGEN/EMMENDINGEN. Die Kunden der Volksbank Breisgau Nord werden nach dem Jahresabschluss 2017 zwei Dinge interessieren: Wie hoch ist die Dividende? Und: Wird sich diese Entwicklung fortsetzen? Beide Fragen wurden bei der Vertreterversammlung am Dienstagabend im Kultur- und Bürgerhaus in Denzlingen beantwortet. Die Dividende beträgt vier Prozent. Vorstandssprecher Karl-Heinz Dreher verwies auf ein Ergebnis von 15,5 Millionen Euro (vor Steuern) und die Auszeichnung "Beste Bank".

Bernhard Stratz, der Vorsitzende des Aufsichtsrats, hieß 286 stimmberechtigte Mitglieder zur ordentlichen Vertreterversammlung willkommen. Am 7. Juni, zwei Tage nach der Entscheidung, werde die Dividende ausbezahlt, die in diesem Jahr stolze vier Prozent beträgt, versicherte Dreher für den Bankvorstand, räumte aber ein, "dass das Ergebnis für das laufende Jahr schwächer ausfallen wird, als in 2017". Dreher: "Das Jahr 2017 war zwar sehr stark geprägt durch die Belastung aus dem Niedrigzinsumfeld. Dennoch haben wir eine eindrucksvolle Entwicklung gesehen, das Gesamtvolumen stiegt auf 3,7 Milliarden Euro, die Bilanzsumme stieg deutlich auf über 1,8 Milliarden Euro." Aus der Förderbilanz nannte er Zahlen: 42 000 Mitglieder, 80 000 Kunden, 240 000 Euro Spenden in der Region, 8000 Kunden als Gäste bei 30 Veranstaltungen, 2,7 Millionen Euro Gewerbesteuer, 300 Mitarbeiter, 1600 Tage Schulung für 250 000 Euro. Die Losung der Bank heiße Verantwortung, Engagement, Partnerschaft und regionale Verbundenheit.

"Beste Bank" als Bestätigung der Beratungsqualität

Dreher sagte, dass das Kreditgeschäft die Milliardengrenze übersprungen habe und der Einlagenzuwachs mehr als beeindruckend sei. Er führte das auf die Verwurzelung in der Region zurück. Die Entscheidung, Geschäftsstellen zusammenzulegen, gleichzeitig aber Regionalmärkte zu bilden und Beratungs-Center einzurichten, sei richtig gewesen. Die Auszeichnung "Beste Bank" in Emmendingen sieht er als weitere Bestätigung und Anerkennung für die Beratungsqualität der Mitarbeiter.

Dreher erläuterte, dass im Hintergrund permanent an der Verbesserung von Abläufen und Prozessen gearbeitet werde. Kredite und Darlehen in Höhe von 425 Millionen Euro und damit mehr als 1700 Einzelanträge seien 2017 bearbeitet worden. "Das ist ein Plus von 90 Millionen Euro." Bei den Geldanlagen sei ein Plus von mehr als 100 Millionen Euro erreicht worden. Dreher: "Sparen ist nicht tot". Rund 5500 Produkte seien im Bereich regelmäßiges Sparen abgeschlossen worden. Der Gesamtbestand betrug fast 1,5 Milliarden Euro. Auch das Vertriebsgeschäft mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe sei gut gelaufen. Die Kundeneinlagen stiegen um rund 200 Millionen Euro und damit auf eine Summe von 2,4 Milliarden Euro. Der Vorstand, so Dreher, sehe neben den klassischen Sparformen eine zunehmende Nachfrage nach Alternativen, wie das Fondsgeschäft oder auch Direktanlagen in Aktien.

Gleichzeitig wurde, wie Dreher weiter erläuterte, der Verwaltungsaufwand deutlich gesenkt − trotz Investitionen in die Weiterentwicklung von Digitalisierung, in die Räumlichkeiten in Emmendingen und die Modernisierung von Geschäftsstellen.

Unter Verschiedenes umriss Bernhard Stratz die Grobplanung für die Geschäftsstelle Waldkirch an. Die Bauphase für das Erdgeschoss falle wohl auf die Jahre 2019/20. Voraussichtlich werde die Kundenhalle vorübergehend in eine Container-Bank auf dem Parkplatz ausgelagert.

Wahlen: Susanne Roll, Markus Herbstritt, Arndt Köbelin und Gerhard Mick wurden einstimmig bestätigt.