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25. August 2010

Eine Denzlinger Vorzeigeathletin

Susanne Lotz ist eine der erfolgreichsten Volleyballerinnen Südbadens / Preis für außerordentliches Engagement.

  1. Susanne Lotz mit ihrem Sportgerät. Foto: roman kiener

DENZLINGEN. Titel und Erfolge kennt sie nicht nur vom Hörensagen. Ganz im Gegenteil. Die Denzlingerin Susanne Lotz ist eine der erfolgreichsten (Beach-)Volleyballerinnen der vergangenen Jahre in Südbaden. Den jüngsten Coup konnte sie bei den Deutschen U-18-Beachvolleyball-Meisterschaften in Bitterfeld-Wolfen bei Leipzig feiern, und zwar einen grandiosen fünften Platz.

Erst im Viertelfinale war für die 17-Jährige und ihre Partnerin Alena Jung aus Tübingen Endstation. "Alles in allem bin ich wirklich zufrieden mit dem Ergebnis", erzählt Susanne Lotz. "Es hätte aber noch besser laufen können", fügt sie sogleich an. Gemeint ist die unglückliche Vorbereitung auf das Turnier. Ihre vertraute Spielpartnerin befindet sich nämlich derzeit in Australien und so hatte Lotz auf Grund der logistischen Gegebenheiten im Vorfeld nur ein einziges Mal mit ihrer neuen Mitspielerin trainieren können, was sich auch in den ersten beiden Turnierspielen bemerkbar machte. "Die haben wir verloren, weil es einfach eine gewisse Zeit brauchte, bis wir uns aufeinander eingestellt hatten", erklärt die Schülerin des Erasmus-Gymnasiums. Es folgte bis zur Runde der besten Acht Sieg auf Sieg und damit der bisher größte nationale Erfolg ihrer noch jungen Karriere.

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Bisher konnte Lotz hier bestenfalls 13. oder 18. Plätze verzeichnen. Auf regionaler Ebene hingegen sieht es ganz anders aus: Vier Südbadische oder Württembergische Meistertitel stehen dort zu Buche, die abermals die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft bedeuteten.

Titel wachsen allerdings nicht auf Bäumen, sondern erfordern enormen Trainingsfleiß und Durchhaltevermögen.

Dass Susanne Lotz dennoch kürzlich vom Gymnasium den "Erasmus-Preis" für außerordentliches Engagement zum Wohle der Schulgemeinschaft überreicht bekam und dazu noch eine Pfadfindergruppe leitet, ist umso bemerkenswerter. "Volleyball ist für mich ein spaßiger Ausgleich zum stressigen Alltag und ist mehr als nur eine Teamsportart", so die Denzlinger Vorzeigeathletin. Es erstaunt daher nicht, dass sie zur kommenden Hallensaison den Verein wechselt, um in einer höherklassigen Liga am Netz zu stehen. Nach sechs Jahren verlässt sie somit ihren Heimatverein TV Denzlingen, um bei der FT 1844 Freiburg Drittliga-Luft zu schnuppern. Dort hatte sie bereits seit drei Jahren einmal pro Woche am Training teilgenommen, so dass die Akklimatisierung nicht allzu schwer fallen dürfte.

Die nächste Gelegenheit zum Titelsammeln stand schon vor der Tür. Letztes Wochenende pritschte und baggerte Lotz in Kiel um die Deutsche U-19-Beachmeisterschaft und errang zusammen mit ihrer Partnerin Svenja Gehring aus Gündlingen den 17. Platz. Die Volleyballerin war mit ihrer Leistung sehr zufrieden. Bleibt nur noch abzuwarten, bis sie einmal einen Pokal mit nach Hause bringt.

Autor: Roman Kiener