Einfach mal alles ausprobieren

Claudia Bachmann-Goronzy

Von Claudia Bachmann-Goronzy

Mi, 11. Juli 2018

Denzlingen

Denzlinger Sportarbeitskreis lädt mit Vereinen zu einem Sporttag im Stadion ein.

DENZLINGEN. Bei schönstem Wetter waren am Samstag rund 400 Interessierte der Einladung des Sportarbeitskreises zum Sporttag ins Leichtathletikstadion an der Stuttgarter Straße in Denzlingen gefolgt. Anlass war der 40. Geburtstag des Sportarbeitskreises. Viele Kinder, aber auch Erwachsene, nutzten die Gelegenheit, verschiedene Sportarten kennenzulernen und auszuprobieren.

Zehn der 13 Vereine, die dem Sportarbeitskreis Denzlingen angehören, hatten 15 Mitmachangebote für Sportinteressierte jeden Alters im Leichtathletikstadion aufgebaut. Außerdem war das Sportmobil der Badischen Sportjugend mit einigen Aktivitäten Gast der Veranstaltung.

Kurz nach Eröffnung des Sporttages um zehn Uhr konnten auch schon die ersten Gäste begrüßt werden. Mit einer Teilnehmerkarte bewaffnet ging es dann auf den weitläufigen Parcours. Im Eingangsbereich hatte der Schachclub vier Spielbretter mit Figuren aufgebaut, an denen sich schon die ersten Interessierten eingefunden hatten. Der Turnverein wartete mit Tischtennis auf, daneben bot das DLRG eine Fahrt auf dem Surfbrett, allerdings auf Rollen, was sich jedoch ähnlich gestalte wie die Fahrt auf dem Wasser, wie ein DLRG-Vertreter erklärte. Dribbeln wie die Weltmeister konnte beim FC Denzlingen ausprobiert werden. Um den Ball ging es auch beim Volleyball und Handball.

Ein besonderer Ball, der eher an einen Federball erinnert, kam bei Indiaca ins Spiel. Indiaca ist wenig bekannt, doch höchst interessant, wie diejenigen feststellen konnten, die es einfach mal ausprobierten. Einen besonderen Spaß hatte sich der Tennisclub ausgedacht: Anstelle der Filzkugel wurde die Lederkugel per Fuß über das Netz geschossen. Um eine weitere Kugel ging es beim Boule, dessen sportliches Augenmerk so manchen Nichtkenner überrascht haben dürfte.

Um Sportgeräte ganz anderer Art ging es bei der Schützengilde und dem Tauziehverein. Wie leicht man sich kraftmäßig überschätzen kann, merkte ein junger Mann bei der Übung am Schleppseil.

Ein besonderes Faible fürs Bogenschießen zeigte die kleine Anna aus dem Glottertal, die zielstrebig den Stand der Schützengilde angesteuert hatte. An allen Stationen war reichlich Betrieb und für alle Beteiligten war es eine gute Gelegenheit, um sich kennenzulernen und um miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit der Resonanz des Tages waren die Vereine mehr als zufrieden. Wer seine Teilnehmerkarte am Ende mit mindestens acht Stempeln von den Stationen abgab, bekam ein Freigetränk und war in der Lostrommel für die Tombola dabei.

Anlass für die Ausrichtung dieses Sporttages war das 40-jährige Bestehen des Sportarbeitskreises Denzlingen. Bereits im März hatte dieser im Rahmen der alljährlich stattfindenden Sportlerehrung mit einem kleinen Festakt gefeiert. Eingeladen hierzu waren die 1978 erstmals vom Arbeitskreis geehrten Sportler. "Es war eine Art kleines Familientreffen", berichtete Robert Reichinger, seit 2012 Sprecher des Arbeitskreises. Gründer des Arbeitskreises war Peter Kindt, der auch 16 Jahre lang erster Sprecher war. Sein Nachfolger war Georg Remmert, der das Amt ebenfalls 16 Jahre innehatte.

Der Sportarbeitskreis ist das Verbindungsglied zwischen Gemeinde und Sportvereinen und kümmert sich unter anderem um die Einteilung der Nutzung der Sportanlagen. Gegründet wurde der Arbeitskreis vor 40 Jahren, um bei der Planung der Sportanlagen sowie der späteren Nutzung mitreden zu können. Auch wenn es um Renovierung oder Sanierung von Sportanlagen geht, sieht sich der Sportarbeitskreis als Ansprechpartner gegenüber der Gemeinde, die diesen gelegentlich auch finanziell unterstützt.