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13. September 2017

Engagierte ins Rampenlicht rücken

Im Rathaus ist eine Ausstellung zu sehen, die den vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz der Denzlinger zeigt.

  1. Lena Hartmann-Kist eröffnet die Ehrenamtsausstellung im Denzlinger Rathaus, bei der sich die Besucher ein Bild von dem vielfältigen Engagement in der Gemeinde machen können. Foto: Max Schuler

  2. Neues Logo, neuer Arbeitsplatz, neue Ausstellung: Lena Hartmann-Kist eröffnete die Ehrenamtsausstellung im Rathaus Foto: Max Schuler

DENZLINGEN. Eine neue Ausstellung im Rathaus zeigt, wie vielfältig das bürgerschaftliche Engagement in Denzlingen ist. 44 Steckbriefe präsentieren engagierte Menschen und erklären ihre Arbeit. "Meist passiert das heimlich still und leise", sagt Lena Hartmann-Kist bei der Eröffnung. Darum war es ihr ein Anliegen, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie viel ehrenamtliches Engagement im Denzlinger Alltag steckt.

Die Soziologin Hartmann-Kist ist von der Anlauf-, Informations- und Vermittlungsstelle für bürgerschaftliches Engagement in Denzlingen (AIV). Sie hat im Vorfeld die Vereine, Institutionen, Gruppen und privaten Initiativen angeschrieben und um Unterstützung für dieses Projekt geworben. Es ging nicht unbedingt darum, den Vereinsvorsitzenden zu porträtieren, sondern vor allem die vielen Ehrenamtlichen vorzustellen, die im Hintergrund arbeiten und wichtige Stützen für das gesellschaftliche Zusammenleben sind.

Bürgermeister Markus Hollemann eröffnete die Ausstellung und bedankte sich bei den Menschen, die sich zum Teil schon seit vielen Jahrzehnten engagieren. Die Ehrenamtlichen seien die "Klebemasse zwischen den Menschen und Generationen". Sie würden dafür sorgen, dass Reich und Arm, Jung und Alt sowie Gesund und Krank zusammenkommen. Dies sei ein sehr wichtiger Beitrag. Die Ausstellung ist Teil einer bundesweiten Aktion für bürgerschaftliches Engagement und wird auch vom Bundesfamilienministerium unterstützt.

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Wer durch die Denzlinger Ausstellung schlendert, erkennt auf den Fotos bekannte Gesichter, aber auch viele, die bisher nicht so stark in der Öffentlichkeit standen. Es gibt Vereine, die einzelne Personen oder Familien hervorheben und andere, die eher ein Kollektiv vorstellen. Stellenweise lesen sich die Steckbriefe daher wie Vereinsporträts, an anderer Stelle wird es etwas persönlicher. Es gibt auch eine Tafel, die den Ehrenamtlichen gewidmet ist, die es weiterhin bevorzugen, im Stillen ihren Dienst an der Gesellschaft zu verrichten. Diesen Wunsch respektierte Hartmann-Kist, sodass die Ausstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann.

Bei der Ausstellung überwiegt eindeutig der Informationscharakter – optisch ist das Ganze nicht unbedingt ein Hingucker. An beigefarbenen Stellwänden hängen die am Computer ausgedruckten Papierseiten, die zum Teil mit analogen Fotos gespickt sind – mit unterschiedlich guter Qualität. Ein professioneller Fotograf hätte die Gruppen sicherlich besser in Szene setzen und so die Ausstellung aufwerten können. Doch Zeit und Budget waren für Hartmann-Kist begrenzt und sie war auf die Mitarbeit der Ehrenamtlichen angewiesen. Ihr Hauptanliegen und das der AIV besteht darin, die Denzlinger miteinander zu vernetzen. Das ist mit der Vernissage gelungen. Das Foyer des Rathauses war gut gefüllt und die Besucher konnten dort bei den Gitarrenklängen von Gonzalo Marinucci ins Gespräch kommen.

Neues Logo und neuer Arbeitsplatz: Lena Hartmann-Kist wird mit der AIV künftig auch im Rathaus anzutreffen sein. Das dortige Immobilienbüro ist bereits ausgezogen und will sich in der Rosenstraße ansiedeln. Dadurch ist Platz entstanden und die AIV kann von der Schwarzwaldstraße in die Hauptstraße umziehen. Hartmann-Kist erhofft sich, dass die AIV dadurch noch präsenter im Bewusstsein der Denzlinger wird.

Info: Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr. Donnerstag zusätzlich von 15 bis 18 Uhr.

Autor: Max Schuler