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16. Februar 2012
Fasnetmendig-Umzug mit 60 Gruppen
Die Welschkorngeister sind für die Straßenfasnet gerüstet / Fünf Zünfte arbeiten in Denzlingen auch dieses Jahr eng zusammen.
DENZLINGEN. Seit Mitte Januar haben die Aktiven der Welschkorngeister ihr Häs übergezogen und bereits zahlreiche Umzüge bestritten. Auftakt war zum 75. Geburtstag des Verbandes Oberrheinischer Narrenzünfte in Oberkirch. Die älteste Narrenzunft der Storchenturmgemeinde blickt selber heuer auf ihr 40-jähriges Bestehen, doch von Jubiläum redet auch Oberzunftmeister Rüdiger Hentschel nicht: "Das wird närrisch erst mit 44 Jahren gefeiert".
Auftakt für die Denzlinger Bürger wird heute mit dem "Schmutzige Dunschtig" gefeiert. An diesem Tag werden bis heute in manchen Familien traditionell Fasnetsküchle im Fett gebrutzelt. Und "Schmoz" oder "Schmutz" ist je nach alemannischer Dialektfärbung das Wort für Fett. Sein Fett bekommt an diesem Tag der neue Ehrenkolbenträger ab, der alljährlich von seinem Vorgänger eine Laudatio zu hören bekommt. Im Vorjahr waren es die "Glotterspatzen". In illustrem Rahmen – zumeist mit dem Landrat, immer mit dem Bürgermeister und den Schulrektoren – findet dieser Festakt in der Zunftstube statt, nachdem die Narren die Schulen gestürmt haben.Werbung
"Auch in diesem Jahr werden wir wieder mit allen Narrenzünften in Denzlingen gemeinsam arbeiten. Dies galt noch nicht, als am Samstag die Welschkorngeister im Wald den neuen Narrenbaum geschlagen haben. Wohl aber wird vom "Schmutzige Dunschtig" an die Straßenfasnet gemeinsam gestaltet. Die "Hubert’sche Zimmermannszunft" wird den Baum mit Manneskraft stellen, wobei der Baum vom Heimethues im Unterdorf gemeinsam von Welschkorngeistern sowie Steinbruchhexen, Schneesturmhexen, Krottehexen und Blächdänglern zum Rathausplatz eskortiert wird. Gemeinsam wird auch gegen 18 Uhr das Rathaus gestürmt. Um 18.30 Uhr ist "Geistererwachen", um 19.11 Uhr startet der Hemdglunkerzug, um gegen 20.30 Uhr bei der Hexentaufe wieder auf dem Rathausplatz zu sein.
"Am Freitag, 17. Februar, werden wieder die Kindergärten gestürmt, das leitet Andi Schuler", weiß Hentschel. Am Samstag, 18. Februar, wird dann der Hauptzunftabend als "Welschkorngeister-Show" von 19.31 Uhr im Bürgerhaus stattfinden und Höhepunkt der Saalfasnet sein.
Ein weiterer Höhepunkt der Straßenfasnet wird der "Fasnetmendig" sein. "Es haben über 60 Gruppen und Wagen gemeldet", erläuterte Oberzunftmeister Hentschel gegenüber der BZ. "Ich habe gute Leute", ist Hentschel dankbar, der nach vier Jahren nach eigenen Angaben "im Amt angekommen ist". Er selbst habe auch heuer wieder viel Zeit investiert. Da müsse mal ein Gang zum Rathaus sein oder ein Telefonat mit den Kreisbehörden geführt werden, um die Straßenfasnet wieder abhalten zu dürfen. "Wie viel Zeit das ist, habe ich mir aber nie aufgeschrieben", so der Handwerksmeister, der auch einen Betrieb in Waldkirch führt.
Autor: Frank Kiefer
