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27. Januar 2012 18:07 Uhr

Ursachenforschung

Feuerunfall auf der B3: Gutachten soll Antworten liefern

Der Unfall auf der B3 bei Denzlingen mit zwei in ihren Autos verbrannten Menschen hat viele Fragen offen gelassen. Ein Gutachten soll Antworten liefern – genau wie zehn Ermittler der Polizei.

  1. Über die aufsteigende Leitplanke schoss der Audi in den Gegenverkehr und traf auf Höhe des Hains den Opel Corsa. Die Schilder wurden nach dem Unfall wieder aufgestellt. Foto: Dominic Rock

Die Ermittlungsarbeiten der Polizei zu dem tödlichen Unfall auf der B laufen weiter. Bei Tageslicht haben Experten der Verkehrspolizei Freiburg und ein Sachverständiger die Unfallstelle vermessen. Deshalb war die B 3 am Donnerstag ab 14 Uhr für etwa zwei Stunden gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet.

Zwei getunte Sportwagen hatten am Montagabend den Unfall ausgelöst. Sie waren mit hoher Geschwindigkeit im Feierabendverkehr Richtung Freiburg gerast und touchierten sich wohl. Nach Angaben der Polizei geriet ein Audi RS6 auf der nassen Fahrbahn auf den Mittelstreifen der B 3 und überfuhr zunächst zwei Rundschilder, die dort auf die Trennung der Fahrbahnen hinweisen. Danach schleuderte er auf der aus dem Boden aufsteigenden Mittelleitplanke in die Luft.

Das brennende Auto traf etwa 80 bis 100 Meter weiter einen entgegenkommenden Opel Corsa. Dessen Fahrerin, eine 27-Jährige aus Waldkirch, hatte keine Chance. Auch der Fahrer des Audis starb. Der andere Sportwagen prallte auf der Fahrbahn Richtung Freiburg auf eine Leitplanke. Der Fahrer hatte Glück und wurde nur leicht verletzt.

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Noch sind für viele Fragen offen. Wie schnell war der Audi? Welche Kräfte haben gewirkt? Warum hat er Feuer gefangen? Das soll nun der Sachverständige klären. Mit wissenschaftlichen Mitteln wird er alle Spuren auswerten und ein Gutachten erstellen. Wann dieses Gutachten vorliegen wird, kann die Polizei nicht sagen. "Wir hoffen, dass es schnell geht", sagt Karl-Heinz Schmid, Pressesprecher der Polizei Freiburg. Manchmal könne es auch mehrere Wochen dauern. "Der Unfallursache liegt ein gravierendes Delikt zugrunde. Das Gutachten des Sachverständigen gilt als Beweismittel vor Gericht", erklärt er. Deshalb müsse in Ruhe weitergearbeitet werden.

Nicht nur der Gutachter arbeitet weiter an der Aufklärung des Unfalls. Bei der Polizei sind immer noch etwa zehn Polizisten mit den Ermittlungen beschäftigt. Ob der Fahrer des anderen Unfallautos bereits verhört worden ist, dazu wollte sich Schmid nicht äußern.

"Der Unfall hat große Betroffenheit und Verwunderung ausgelöst, auch bei der Polizei", sagt Schmid. In den vergangenen Tagen klingelte bei dem Pressesprecher immer wieder das Telefon. Nicht nur Journalisten aus ganz Deutschland wollten dort Informationen. Bei der Polizei haben auch viele Privatpersonen angerufen, die der Unfall sehr betroffen und nachdenklich gemacht hat.

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Autor: Yvonne Weik