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BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 13. Juni 2018

Denzlingen

Pop- und Jazzchor der Concordia Denzlingen feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einem Konzert.

DENZLINGEN (BZ). Beliebte Titel aus dem Pop- und Jazz-Fundus servierte der 42-köpfige Pop- und Jazzchor (PJC) der Concordia unter der Leitung von Sabine Pander am Samstagabend im voll besetzten Lothar-Fischer Saal des Denzlinger Kultur- und Bürgerhauses. Der Chor feierte mit seinen Gästen sein 20-jähriges Bestehen mit einer musikalischen Weltreise.

Eine originelle Form, das umfangreiche Konzertprogramm mit 20 Stücken zu moderieren, fand man mit einem fiktiven Flugkapitän (Frank Karl) der "Concordia Airlines", der die musikalischen Reiseteilnehmer vom "Airport DenzTownCity" zum Boarding für "Flug 1998-2018" mit der zwanzig Jahre alten Maschine "Concord PJC" nach "nirgendwo" einlud. Er versorgte die Zuhörer jeweils mit treffenden Informationen. Ihm assistierte Technikingenieur und Copilot Torben Striegel, der im Regieraum für das richtige Licht auf der Bühne und den guten Ton aus dem Lautsprecher sorgte. Begleitet wurde der Jubiläumsausflug mit den "Concordia-Airlines" von Olga Krasotova am Piano und Eric Karle (Drums).

Endlich ging die Crew auf dem "Roten Teppich" mitten durch den Saal an Bord und nach kurzer Startverzögerung ("Thank you for Travelling with Deutsche Bundesbahn") ging die Reise los in Richtung Afrika, nämlich mit dem gleichnamigen Song der US-Band Toto. Da die "Concord PJC" jedoch dort keine Landeerlaubnis erhielt, flog man gleich weiter in die Südstaaten der USA, genauer nach New Orleans in die Basin-Street, wo der berühmte "Basin Street Blues" erklang .

In den USA entstanden auch die allermeisten Titel des Jubiläumsprogramms. So flog man weiter zur Westküste der USA, um auf der Neverland Ranch, der Heimat des King of Pop, Michael Jackson, Station zu machen mit dem berühmten Titel "Heal the world". Ein Welthit eines Popstars aus Liverpool, der lange Jahre in Manhattan lebte, John Lennon, fand beim Publikum ebenso Riesenbeifall wie alle mit höchster Präzision dargebotenen Titel: "Imagine".

Weiter ging es mit "Sh Boom" von Buick-Cabrio, wobei Vincenzo Dolce und Kirsten Pittdorf als Solisten auftraten und viel Beifall ernteten. Dem folgte "Only Time" von Enya, ein Lied, das Kraft und Mut zum Ausdruck bringt und geradezu Hymnencharakter erreichte. Solidarität und Freundschaft sind die Schlüsselworte dieses Liedes, das der Pop- und Jazzchor wie alle übrigen Lieder des umfangreichen Programms auswendig mit voller Konzentration und Blick zur Dirigentin interpretierte.

Von Englisch auf Spanisch wechselte der Chor bei "Quién Será", ein Titel aus Lateinamerika, den der Mexikaner Pablo Beltran Ruiz bereits 1954 schrieb. Solist beim immer gerne gehörten "Hallelujah" von Leonhard Cohen war Uwe Rau, der mit seiner rauchigen Bass-Stimme gut beim Publikum ankam. Vor einem "Zwischenstopp", der Konzertpause, erklang " Wild World" von Cat Stevens. Mit dem musikalischen Leckerbissen "Rhythm of life" erfolgte die angekündigte Zwischenlandung. Der Flugkapitän persönlich empfahl, im Foyer-Terminal leckere Cocktails "zu taxfree-ähnlichen Preisen" zu genießen.

Nach der Pause gab der Chor nochmal richtig Gas mit flotten Titeln. Das Publikum sparte nicht an Applaus auch bei den letzten Darbietungen des Abends, nämlich "You raise me up", "Birdland" und vor allem "It’s my life", eine Hommage an Frank Sinatra mit seinem berühmten "I did it my way". Einige Zugaben gab es freilich auch noch.

Stehende Ovationen und nicht enden wollender Beifall unterstrichen die Begeisterung des Publikums für die hervorragende Leistung des Pop-und Jazzchores, der in den vergangenen 20 Jahren nicht nur erwachsen wurde, sondern ein echtes Zugpferd und ein Aushängeschild der Concordia ist.

Präsident Matthias Biesel würdigte einige Gründungsmitglieder des Chores. Als Vorsitzende des Chores dankte Silvia Keller allen Aktiven, insbesondere der erfolgreichen Dirigentin Sabine Pander, die den Chor bereits seit neun Jahren leitet.