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07. Januar 2010
Gefährlicher Brand in der Tiefgarage
Mehrstündiger Einsatz der Feuerwehrabteilungen von Denzlingen, Vörstetten und Emmendingen im Kohlerhofquartier.
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Genau unter die Lupe genommen wird von Brandsachverständigen das Wrack des Fahrzeugs, das in der Tiefgarage des Kohlerhofs brannte Foto: Zimmermann-Duerkop
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Qualm drang an beiden Fahrzeugrampen aus der Tiefgarage im Kohlerhofquartier. Das erschwerte die Arbeit der Feuerwehrkräfte, bis die eingesetzten Belüfter dann Wirkung zeigten. Foto: MARKUS ZIMMERMANN-DÜRKOP
DENZLINGEN. Kleine Ursache, große Wirkung: Der Fahrzeugbrand eines Minivans in der Tiefgarage des Kohlerhofareals sorgte am Montagnachmittag für einen Großeinsatz mehrerer Feuerwehren des Landkreises und des Roten Kreuzes. Um 14.42 Uhr war bei der Leitstelle die Meldung einer Explosion und nachfolgender Rauchentwicklung eingegangen.
"Die Lage war völlig unübersichtlich. In der weitläufigen, verrauchten Tiefgarage konnten die Einsatzkräfte nicht die Hand vor den Augen sehen", schilderte Kreisbrandmeister Jörg Berger die Herausforderung für die Wehrmänner. Da konzentriertes Vorgehen gefragt war, wurden gleich zur Verstärkung der Denzlinger Wehr auch die Feuerwehren aus Vörstetten und aus Emmendingen angefordert.Berger erinnerte sich an den Brand in der Tiefgarage im württembergischen Denkendorf, bei dem Anfang Dezember 16 Häuser evakuiert werden mussten, weil sich das Feuer schnell ausgebreitet hatte und die Flammen von einem zum anderen Fahrzeug übergesprungen waren. Dies konnte in Denzlingen verhindert werden. Einig Geschäftsräume im Erdgeschoss mussten aber von den Mitarbeitern verlassen werden. Die Wohnungen, Büros und Geschäfte des Komplexes seien nicht in starke Mitleidenschaft gezogen, so Berger in einer ersten Analyse, auch wenn Rauch in die oberen Stockwerke vordrang.
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Erst der Einsatz von mehreren Überdruckbelüftern konnte letztlich den Rauch aus der Tiefgarage drücken und sorgte für erste Klarheit. Versucht worden war zuvor auch, mit Hilfe der Wärmebildkameras der Feuerwehren Waldkirch und Emmendingen die dichte Rauchwand zu durchdringen. "Mindestens 65 Feuerwehrmänner aus Denzlingen, Vörstetten, Emmendingen, Waldkirch und Herbolzheim waren im Einsatz", so Berger.
Letztere brachten einen neuen, fast mannsgroßen Überdruckbelüfter zum Einsatz, der die kleineren Geräte der anderen Wehren in den Schatten stellte. Bei der Dimension der Tiefgarage, die mindestens 600 Quadratmeter Fläche hat und in einzelne Abteilungen aufgeteilt ist, war das neue Gerät eine große Hilfe.
Menschen kamen nach ersten Erkenntnissen nicht zu Schaden, bis auf eine Ausnahme. So musste eine Person zur Untersuchung in die Uniklinik nach Freiburg gebracht werden, da hier Verdacht auf eine Einatmung von giftigem Rauchgas bestand. Das DRK war mit mehreren Rettungsfahrzeugen, dem leitenden Notarzt und rund 20 Einsatzkräften aus Vörstetten und Denzlingen vor Ort.
Der Denzlinger Ortskern rund um den Kohlerhof war von der Polizei für mehrere Stunden für den Verkehr gesperrt worden. Der materielle Schaden, ließ sich noch nicht ermitteln. Weitere Fahrzeuge als der brennende Minivan hatten offensichtlich aber kein Feuer gefangen. Doch hat die starke Rauchentwicklung am Gebäude, der Einrichtung und anderen Fahrzeugen Schäden angerichtet.
Autor: Markus Zimmermann-Dürkop


