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10. November 2010

Holzmann dirigiert Jubiläumschor

Gestern wurde der Leiter der Denzlinger Realschule am Mauracher Berg für seine 40-jährige Tätigkeit mit Mappus-Urkunde geehrt.

  1. Foto: Frank Kiefer

  2. Foto: Frank Kiefer

  3. Den Jubelchor selbst zu dirigieren ließ sich Ronald Holzmann nicht nehmen (rechts). Schulamtsdirektorin Pummer (links unten) überreichte die Urkunde von Ministerpräsident Mappus. Carolin Trapp gratulierte namens des Kollegiums der Denzlinger Realschule (links oben) Foto: Frank Kiefer

DENZLINGEN. Nicht zum ersten Mal stand Ronald Holzmann in diesem Jahr im Rampenlicht. Der Leiter der Realschule am Mauracher Berg wurde gestern für seine 40-jährige Tätigkeit im Öffentlichen Dienst ausgezeichnet. Erst zum Jahresbeginn hatte der Schulleiter im Kreise des Kollegiums einen "runden" Geburtstag gefeiert. Zudem ist der "Wälderbua" aus dem Schwarzwald sowohl als Rezitator, als Lyriker, als engagierter Dirigent im Verband der Oberbadischen Blasmusik und als Fasnetsnarr bekannt.

Im Lehrerzimmer sitzen die geladenen Gäste auf der Westseite ganz alleine, die Lehrerkollegen halten sich unterdessen im Rückraum der gegenüberliegenden Seite auf. Immer wieder tritt jemand vor: "Dienstbesprechung" sagt eine und klebt ein großes D an die Fensterfront. "Immer diese Konferenzen", klagt der nächste. Und es prangt ein I am Fenster. Am Ende steht in großen Lettern für jeden Satzbeginn ein Buchstabe und damit das Wort "Dienstjubiläum" zu lesen.

Genau dies feierten die Lehrer, Sekretärin, die Hausmeister, Schulsozialarbeiter Morgenroth, die Kollegen sowie Ronald Holzmann mit seiner Frau im Beisein von Schulamtsdirektorin Angelika Pummer und den Schulleiterkollegen des Bildungszentrums, darunter auch der neue Werkrealschulrektor Berthold Fletschinger.

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Für den Schulträger ließ es sich Bürgermeister Markus Hollemann im Namen seiner Kollegen aus Reute und Vörstetten nicht nehmen zu kommen: "Die Anlässe, zu denen wir uns sehen, waren bisher zumeist mit positivem Ausklang", so die Anspielung des Bürgermeisters auf Holzmanns Lehrfach Musik. Das Ringen um die Finanzen verlaufe indes stets fair, was der Verwaltungschef an Holzmann schätzte.

Zuvor hatte Schulamtsdirektorin Pummer die gleiche Idee wie die Lehrerkollegen. Ihre Buchstabenreihe malte sie indes auf das kleine Schiefertäfelchen, das sie als Erstklässlerin noch nutzte. Dafür hatte sie aber auch die Ehrenurkunde des Ministerpräsidenten in der Tasche, die sie Holzmann unter dem Applaus der Anwesenden überreichte. Nicht viele Pädagogen könnten ein solch seltenes Jubiläum heutzutage noch feiern, meinte sie anerkennend. Täglich sei Holzmann "fest im Lehrerberuf gestanden" – als Lehrer, Leiter einer Schule, als Dichter, Denker und Musiker. Vorausblickend wünschte sie dem Schulleiter Gesundheit, Glück und Zufriedenheit und schloss darin auch Holzmanns Frau ein.

"Es ist die Musik, die uns verbindet", konterte Holzmann, der seinem Kollegium für den würdigen Rahmen der Ehrung dankte. Ein Glück komme selten allen. Zuerst der "runde Geburtstag", dann diese Ehrung – und mit einem Schmunzeln kündigte er für die kommenden Wochen auch den ersten Enkel an. Wer Ronald Holzmann kennt, der weiß, dass er stets auch eigene Gedichten präsentiert. Diesmal kam er mit einem "Als wär’s von Eugen Roth", der ebenfalls ein solches Dienstjubiläum trefflich beschrieben hatte. Holzmann lehnte sich daran an, allerdings mit sehr privaten Abwandlungen. Sein Wunsch am Ende: "Nochmal 40 Jahr", aber dann werde er ja wohl Johannes Heesters Konkurrenz machen. Und keine Feier in der Realschule ohne Chor: So dirigierte Ronald Holzmann den vierstimmigen Gratulantenchor eigenhändig, der sang: 40 Jahre, das ist toll, mach mit uns so weiter, Kling,Klang,Klong.

Autor: Frank Kiefer