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21. März 2017

"Immer mehr Universaldienstleister"

Denzlinger Feuerwehr ehrt und befördert aktive Mitglieder / 2016 gab es 83 Einsätze.

DENZLINGEN. Personalien standen in der Hauptversammlung der Denzlinger Feuerwehr am Samstag im Vordergrund, zumal sich die Einsätze für die Wehrleute nach dem "Ausreißerjahr 2015" wieder auf ein Normalmaß eingependelt hatten.

So ging es unter anderem um Martin Schlegel, der im April 1986 in die Feuerwehr eingetreten war. Seine Laufbahn zeichnete Bürgermeister Markus Hollemann nach. Schlegel ist nicht nur aktiv in der örtlichen Wehr, an deren Spitze er seit 2011 steht, sondern auch als Jugendfeuerwehrwart. Ein Engagement, das die Kameraden der Wehrspitze dazu veranlasste, die Beförderung Schlegels zum leitenden Hauptbrandmeister anzustoßen.

Während Schlegel sein Amt ehrenamtlich ausübt, machte Philipp Golecki, der vor 25 Jahren in die Wehr eintrat, die Feuerwehr zu seinem Beruf. Der Denzlinger, mittlerweile Branddirektor und stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr Freiburg, nahm die Ehrung zum 25-Jährigen mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber in der Uniform des Löschmeisters der Denzlinger Wehr entgegen. "Hier wurde ich gefordert und gefördert, habe ich meine Wurzeln und bekomme auch die nötige Bodenhaftung", betonte Golecki. "Er hat sämtliche nur möglichen Lehrgänge besucht", würdigte Kreisbrandmeister Jörg Berger Golecki als Führungskraft, die das Feuerwehrwesen von der Pike auf gelernt habe. Martin Schlegel hob neben der fachlichen auch die soziale Kompetenz Goleckis hervor.

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Nach 47 aktiven Jahren wurde Helmut Nübling in die Altersmannschaft verabschiedet. "Ich habe so manche Höhen und Tiefen erlebt", betonte er, doch eines sei immer gleich geblieben: Freude habe ihm das Engagement immer gemacht.

Dass das nicht gerade mal so nebenher zu erledigen ist, verdeutlichte die Bilanz für 2016, die Stephan Konrad präsentierte. Mit 83 habe die Zahl der Einsätze wieder Normalmaß erreicht, nachdem es 2015 unwetterbedingt 222 gewesen waren. Deutlich mache der "bunte Strauß an Einsatzarten", dass die Brände weniger, dafür die technischen Hilfeleistungen immer mehr werden. "Wir entwickeln uns immer mehr zum Universaldienstleister", sagte Konrad. Ein Grund dafür sei, dass die Wehr heutzutage in Situationen um Hilfe gerufen werde, in denen sich die Menschen früher eher selbst geholfen hätten. Mehrere Tausend Einsatz-, Ausbildungs- und Übungsstunden leisteten die mittlerweile 63 Aktiven der Wehr, zuzüglich rund 800 Stunden, die bei der Jugendfeuerwehr investiert wurden.

Die wieder wachsende Zahl der Aktiven, die 2011 noch bei 51 gelegen hatte, nötigte Jörg Berger "ein großes Kompliment ab". Im Einsatz habe die Wehr gezeigt, dass sie gut ausgebildet und ausgerüstet sei und durch zeitnahes Eingreifen teils größere Schäden verhinderte. Berger: "Die Ausbildung, auch bei Trainingswochenenden, hat professionelle Qualität." Bürgermeister Hollemann würdigte die Wehr als "bemerkenswerteste Bürgerinitiative, in der Werte wie Zuverlässigkeit, Rücksicht, Solidarität und Pflichterfüllung vorbildlich gelebt werden".

Beförderungen: Josephine Hochbruck, Bastian Kaiser, Sarah Köhler, Markus Maier, Pascal Schimanski, Simon Schrade, Julian Steiert, Lukas Winkler und Lisa Zota zu Feuerwehrmann beziehungsweise -frau, Lisa Golent zur Oberfeuerwehrfrau, Daniel Dilger und Mike Winkler zum Hauptfeuerwehrmann und Reinhold Pfaff zum Hauptlöschmeister.

Jugendflamme-Leistungsprüfung: Paul Annecke, Johannes Casu, Malte Feldmann, Julius Michael Gromann, Katharina Guth, Benedikt Spitzmesser und Sebastian Vögele.

Autor: Markus Zimmermann