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27. Januar 2012
Kirche trommelt für Kirchenmusik
In den evangelischen Gottesdiensten im Kirchenbezirk Emmendingen wird in diesem Jahr für neue Rhythmen gesorgt.
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Nach einem Gottesdienst in der Georgskirche gab es Workshops: Hier trommelt Pfarrer Jenne (links) gleich mit. Foto: Helena Kiefer
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Musikalisch umrahmte das kleine Musikteam aus Sexau den Auftaktgottesdienst der Bezirkssynode, die in der Denzlinger Georgskirche mit Landeskantor Klomp stattfand. Foto: Helena Kiefer
DENZLINGEN. Ganz im Zeichen der Kirchenmusik wird das angebrochene Jahr stehen. Die evangelische Landeskirche, die das Jahr 2012 unter das Motto "Kirche macht Musik – Musik macht Kirche" gestellt hat, wird in den kommenden Monaten zahlreiche Veranstaltungen und Gottesdienste abhalten, die die Kirchenmusik zum Thema haben werden. Auftakt war anlässlich der Bezirkssynode in der Denzlinger Georgskirche.
Gläubige und Synodale feierten hier einen besonderen Gottesdienst, den Landeskantor Carsten Klomp an der Orgel begleitete und wozu er ein Impulsreferat passend zum Motto hielt. Friedrich Geyer, Dekan des Kirchenbezirks Emmendingen, führte bei dieser Abendveranstaltung durch die Liturgie.Nach der gemeinsamen Einstimmung und dem "gesungenen Segen" des Musikteams aus Sexau gab es für alle Synodale und alle weiteren Interessierten die Möglichkeit, verschiedene Workshops zu besuchen.Eine vielseitige Mischung war geboten, für jede Gemeinde – eher traditionell oder auch modern ausgerichtet – war etwas Musikalisches dabei.
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Pfarrer Hans-Günther Hartwig aus Denzlingen, der unter anderem den Kontakt zu Achim Zieske herstellte, besuchte auch dessen Trommelworkshop. Durch Zieskes afrikanischen Zugang zur Musik im Gottesdienst, lernten einige Teilnehmer die "Kirchenglocken Ghanas" kennen. Er erklärte eingeschnitzte Symbole und die Bedeutung der Trommeln im Leben der Afrikaner.
Der Workshop, den Bezirkskantor Jörn Bartels leitete, war besonders gefragt. Er ließ seine Zuhörer Lieder im evangelischen Gesangbuch entdecken, die "überhaupt nicht altbacken und langweilig" sind, wie eine junge Erwachsene später sagte.
Mit einer ganz anderen Art des Liedguts beschäftigte sich der Workshop von Schuldekan Ulrich Schmidt: Lieder von Rapper Sido und Silbermond – Bands, deren Fans wohl eher Jugendliche sein dürften – , wurden gemeinsam angehört. Zumindest Pfarrer Hartwig hat sich bereits einige Lieder "gespeichert", die er in den Religions- oder Konfirmandenunterricht einbringen will. Ob solches Liedgut auch in den Sonntagsgottesdienst passt? "Das muss man ausprobieren. Hier in Denzlingen kann man das vielleicht machen, die Denzlinger sind recht offen", sagte er.
Das Jahr verspricht spannend zu werden in der Landeskirche Baden. Kirchenmitglieder und Interessierte gleichermaßen können 2012 auf unkonventionelle Kirchenkonzerte gespannt sein – vielleicht auch auf eines im Schwimmbad.
Autor: Helena Kiefer


