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13. März 2010

Kulturkreis findet weniger Anklang

Keine Neumitglieder, weniger Konzertbesucher, Freikarten bleiben ungenutzt: Bei Hauptversammlung herrscht gewisse Ratlosigkeit.

  1. Einer der Höhepunkt im Denzlinger Kulturleben: die letztjährige Kulturwoche, hier mit der Schumann-Interpretin Go-Un Kim Foto: zimmermann-dürkop

DENZLINGEN. Der Kulturkreis lebt von der Substanz, die Zyklus-Konzerte verlieren an Besuchern und auch die Zahl der Mitglieder, aktuell rund 150, nimmt schleichend ab. Langfristig erregt das Besorgnis in einem Verein, der überregional renommierte Kammermusikabende und Kunstausstellungen veranstaltet. Entsprechend herrschte einige Ratlosigkeit bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag.

Unübersehbar war für Michael Leuschner die geringere Besucherzahl bei den ersten beiden Konzerten des aktuellen Kammermusikzyklus. "In aller Regel kamen an die 250 Musikfreunde, nun waren es nur 200", so der Vorsitzende des Kulturkreises. Wettgemacht habe diese Entwicklung der gute Besuch des Klavierabends, den er und sein Sohn bestritten. "Dennoch bleibt ein kleines Minus", bilanziert Kassenwartin Marliese Kienzler vor den beiden Abschlusskonzerten.

Anlass für die Mitglieder, über eine Erhöhung der vergleichsweise niedrigen Eintrittspreise nachzudenken. "Das wird nichts bringen, denn das Plus pro Karte wird durch noch weniger Besucher wieder reduziert", befürchtet nicht nur Leuschner. Diskutiert wurde aber auch eine Beitragserhöhung, um das Polster aufzubessern. Eine Entscheidung, die jedoch erst die Mitgliederversammlung 2011 treffen kann und von der man sich spontan auch keine Verbesserung verspricht. Denn es können schon länger keine Neumitglieder gewonnen werden, auch die Vorstellung der Vereine nach dem Neujahrsempfang habe nichts gefruchtet. Bei einem hohen Durchsch-nittsalter – die 40- bis 50-Jährigen fehlen komplett – sei diese Lage bedenklich. Bedauert wurde, dass selbst eine Werbeaktion an Schulen und das Verteilen von Freikarten erfolglos blieb. "Wir hatten diese Karten deutlich markiert. Keine kam zurück", so Beisitzerin Regine Borgert. Gebeten worden war auch, dass die Musiklehrer ihre Schüler aufmerksam machen, doch selbst die Lehrer seien nicht zu den Konzerten gekommen.

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"Sehr gut sind unsere Ausstellungen von einem auch überregionalen Publikum besucht", resümierte Ilse Reichinger die Arbeit des Arbeitskreises Bildende Kunst. Auch die Künstler selbst seien zufrieden mit den Verkaufszahlen. Ebenfalls guten Zuspruch habe der Vortrag zur badischen Revolution 1848/49 gefunden, so Erwin Riekert. Bedauerlich sei, dass der erste Vortrag, den der Kulturkreis an einem Vormittag angeboten hatte, sofort Konkurrenzängste bei anderen Vortragsveranstaltern geweckt habe. Die Vortragsplanung für 2010 sei noch nicht abgeschlossen.

Autor: Markus Zimmermann-Dürkop