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13. März 2010
Leserbriefe
JUGENDZENTRUM
Wir sind kein Kriminalitätsbrennpunkt
Zum Artikel "Es ist immer Alkohol im Spiel" (BZ vom 10. März):
Aufgrund der Zahlen wird das Jugendzentrum zum Kriminalitätsschwerpunkt in Denzlingen gekürt. Um dies zu verstehen, muss man wissen, wie die Zahlen im Jahresbericht der Polizei zustande kommen. Ich möchte nicht leugnen, dass es im JuZe zu Raufereien kommt, wenn auch selten. Doch der Hauptgrund für unsere hohe Anzahl an benötigter Polizeiunterstützung sind keine Schlägereien oder blutige Auseinandersetzungen, sondern die Problemgäste, denen ein Hausverbot erteilt worden ist und die sich trotzdem nicht davon abhalten lassen, uns mit ihrer Anwesenheit zu belästigen. Trotz des hohen Engagements und der Zivilcourage der Mitarbeiter lässt es sich oftmals nicht vermeiden, die Polizei hinzuzuziehen, um diese Leute unseres Geländes zu verweisen.
Deshalb bedauern wir es sehr, dass wir trotz unserer ehrenamtlichen Arbeit, die uns mehrere Tage in der Woche in ihre Pflicht nimmt, unserer Zivilcourage und unserem Engagement rund um das JuZe mit so einen Artikel gestraft werden.
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Zudem möchte ich noch etwas zur Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der angeblich hohen Körperverletzungsrate des JuZes sagen. Vorstände des Jugendzentrums treffen sich fast regelmäßig mit Bürgermeister Hollemann und mit Vertretern der Jugendpflege. Dass diese Zusammenarbeit nicht ausreichen würde, entspricht absolut nicht der Wahrheit.
Genauso aus der Luft gegriffen ist die Anschuldigung, im Juze würden Besucher auf dem Boden zusammengeschlagen und getreten. Es gab seit längerem keine handgreiflichen Auseinandersetzungen mehr, und dieses im Artikel beschriebene Beispiel hat es so nie gegeben.
Das Jugendzentrum Denzlingen ist ein friedlicher Ort, organisiert von Jugendlichen für Jugendliche. Dass dieser Frieden gelegentlich von ein paar Jugendlichen, die sich nicht zu benehmen wissen, gestört wird, ist noch lange kein Grund uns den Kriminalitätsschwerpunkt Denzlingens zu nennen.
AKKORDEONKONZERT
Ein kleiner Trost für unsere Arbeit
Zum Artikel "Große Kunst, kleine Kasse" (BZ vom 9. März) meldet sich einer der beteiligten Künstler:
Mit so einer kleinen Besucherzahl (trotz viel Werbung gerade in Akkordeonkreisen) haben wir nicht gerechnet. Solch eine Erfahrung haben wir zum ersten Mal gemacht. Immerhin, am Ende des Konzertes haben die 18 Leute wie 50 applaudiert, da sprang doch noch der Funke über. Ein kleiner Trost für unsere Arbeit.
Autor: Niclas Zientz, dritter Vorstand des Jugendzentrums, Denzlingen
