Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

15. März 2010

Mit Trainingsfleiß an Spitze

Gemeinde und Sportarbeitskreis ehrten die Denzlinger Sportler für das Jahr 2009.

  1. Beatrice Runge (von links), Wolfgang Scheffler, Simon Dörflinger und Natascha Schiavelli sind Denzlingens Topsportler des Jahres 2009 Foto: Zimmermann-Duerkop

DENZLINGEN. Insgesamt 81 Sport treibende Bürger, so viele wie selten zuvor, konnten bei der Denzlinger Sportlerehrung für das Jahr 2009 geehrt werden,. Die Ehrung nahmen am Freitag Bürgermeister Markus Hollemann und für den Sportarbeitskreis Robert Reichinger und Matthias Schubien vor. "Wer hier vorne steht, trainiert jeden Tag", verdeutlichte Schubien aber auch, dass Erfolge keine Zufallstreffer sind.

Denzlinger Trainingsmeister dürfte dabei wohl Simon Dörflinger sein, denn sieben bis zehnmal in der Woche trainiert der Leichtathlet, der Deutscher Jugendmeister über 2000 Meter Hindernis und über 3000 Meter wurde. "Ich hatte das Glück, in das Sportinternat aufgenommen zu werden, so dass Training und Schule sich gut verbinden lassen", erklärt er. Danach hatte er als Zivildienstleistender eine Spitzensportlerstelle. Unverzichtbar die Motivation, und die schöpfte er daraus, dass er die Qualifikation zur Jugendeuropameisterschaft nicht geschafft hatte. "Bei der DM wollte ich es den andern heimzahlen", so Dörflinger.

Nur knapp halb so viel trainiert Wolfgang Scheffler, doch dafür ist der deutsche Seniorenvizemeister im Hochsprung auch mehr als doppelt so alt. 1,83 Meter überspringt er und meistert dabei auch die Qualifikationsnorm, um an Europa- oder Weltmeisterschaften teilzunehmen. Doch noch geht die Familie vor, so Scheffler. Zuversicht, noch länger bei den Senioren Höhenflüge starten zu können, schöpft er daraus, dass "sich der Abbau in Grenzen hält. 1,95 war seine Bestmarke in der Jugend, da hätten andere ganz anders an Höhe verloren.

Werbung


Beatrice Runge vertritt die deutschen Farben bereits bei Welttitelkämpfen und zwar äußerst erfolgreich. Als Weltmeisterin kam die Langbogenschützin von den Titelkämpfen in Argentinien zurück. "Ich finanziere alles selber, die Deutsche Sporthilfe zahlt nichts", erklärte die Deutsche Meisterin, die meisterlich den Bogen ohne Zielvorrichtung – wie Robin Hood – beherrscht, dass dabei mehr als nur sportliches Engagement gefragt ist.

Das zeigt auch Tauzieherin Natascha Schiavelli, die "mit Männern trainiert, um mehr Kraft zu bekommen". Als Mitglied des Tauzieherinnen-Nationalteams wurde sie dritte bei den Europameisterschaften. Wettkampfpraxis holen sich die Damen in der Schweiz, "weil es hier noch keine Liga gibt".

Nicht nur diesen Denzlinger Topsportlern des Jahres 2009, sondern allen Geehrten gratulierte Bürgermeister Markus Hollemann und würdigte deren "Trainingsfleiß, die Konzentration beim Wettkampf und den zielstrebigen Einsatz". Sport habe eine wichtige Funktion für die Gesellschaft. "Wer Sport treibt, lernt Regeln einzuhalten, Gegner zu achten, Erfolge zu genießen und Niederlagen zu verarbeiten", so Hollemann. Sport fördere die Begegnung und helfe so, Vorurteile abzubauen und Minderheiten zu integrieren. Sportler seien auch Botschafter und so hätten alle Geehrten auch Denzlingen Aufmerksamkeit verschafft.

"Zu guten Leistungen gehören auch die, die hinter den Sportlern stehen", dankte Matthias Schubien Eltern, Trainern und Betreuern. Aber auch die Infrastruktur müsse stimmen. "Wer nur im Keller trainiert, kann auf deutscher Ebene nicht erfolgreich sein", so der TVD-Vorsitzende. Schubien dankte daher den Gemeinderäten, die sich in einer "denkwürdigen Entscheidung zum Bau der neuen Sporthalle durchgerungen haben". So könnten auch in Zukunft sportliche Leistungen bejubelt werden.

Autor: Markus Zimmermann-Dürkop