Neuer Anlauf für Chefwechsel bei Dübel-Fischer

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Von dpa

Sa, 13. Mai 2017

Wirtschaft

Klaus Fischer übergibt an EBM-Papst-Manager Dirk Schallock.

WALDACHTAL (dpa/weg). Wechsel an der Spitze des Befestigungsspezialisten Fischer: Der 66 Jahre alte Unternehmenschef Klaus Fischer werde sich zum 1. Juli aus dem operativen Geschäft zurückziehen, sagte ein Firmensprecher. Nachfolger wird Dirk Schallock (50), langjähriger Chef von EBM-Papst St. Georgen. Er hatte das Unternehmen im Februar verlassen.

Der Schritt sei seit Längerem angekündigt. Fischer war 1975 in das 1948 gegründete Familienunternehmen eingetreten, dessen Name vor allem mit dem Fischer-Dübel verbunden wird. Seit 1980 ist er Gesamtgeschäftsführer. Sein Vater und Unternehmensgründer Artur Fischer war Ende Januar 2017 gestorben. Es ist der zweite Anlauf für eine Nachfolgeregelung bei Fischer. 2011 übernahm mit Klaus Jörg Fischer die dritte Generation, aber nur bis April 2012. Der Nachfolger verließ die Firma, Klaus Fischer kehrte an die Spitze zurück und kündigte an, einen familienfremden Nachfolger zu suchen. Der ist Schallock nun gefunden.

Fischer hatte 2016 einen Umsatz von 755 Millionen Euro erreicht und plant im laufenden Geschäftsjahr den Sprung über die Marke von 800 Millionen Euro. Angaben zum Gewinn wurden nicht gemacht. Die Unternehmensgruppe mit Zentrale im Nordschwarzwald fertigt neben Befestigungssystemen und Konstruktionsbaukästen auch Auto-Innenraumkomponenten produziert und bietet Beratungsdienstleistungen an. Weltweit sind 4600 Mitarbeiter beschäftigt, davon hierzulande 2000. Fischer hat zwei Werke in Südbaden, in Denzlingen und demnächst Freiburg, wohin der Standort Emmendingen verlagert wird. 1993 hatte Fischer den Emmendinger Konkurrenten Upat übernommen, 1997 die Denzlinger Rocca, die chemische Produkte für die Baubranche herstellte.