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02. Februar 2012

Sozialstation mit neuer Führung

Seit Januar leitet Susanne Stüber als Geschäftsführerin mit Pflegedienstleiterin Petra Conrad die kirchliche Sozialstation Elz/Glotter.

  1. Susanne Stüber (vorne) ist neue Geschäftsführerin der Sozialstation Elz/Glotter und arbeitet eng mit Petra Conrad und Thomas Pantel als Vorsitzendem zusammen. Foto: Kiefer

DENZLINGEN. Susanne Stüber rückt für Theresa Krötz ins Leitungsteam der Sozialstation Elz/Glotter. Die 50-Jährige aus Denzlingen übernimmt die Geschäftsführung und damit die kaufmännische Leitung. Sie arbeitet künftig mit Pflegedienstleiterin Petra Conrad Hand in Hand. Susanne Stüber ist für die Sozialstation keine Unbekannte, gehörte sie doch seit 2008 dem ehrenamtlich tätigen Vorstand der Sozialstation an.

"Ich wollte etwas Neues machen", bekennt die neue Geschäftsführerin gegenüber der Badischen Zeitung. Nach einer klassischen kaufmännischen Ausbildung hat Susanne Stüber "draufgesattelt" und ein Wirtschaftsstudium absolviert. Über Jahre war sie in der Industrie tätig, zuletzt in einem Betrieb für den Einkauf zuständig. Aber auch im Handwerk kennt sich die Kauffrau aus, half sie doch als "rechte Hand" ihres Mannes – Andreas Stüber ist Bezirksschornsteinfeger – in dessen Betrieb mit.

Als die seit zehn Jahren tätige Geschäftsführerin Theresa Krötz signalisierte, dass sie sich gerne beruflich verändern wolle, "habe ich mich bei der Sozialstation für diesen Posten beworben". "Transparenz war uns wichtig", so Sozialstationsvorsitzender Thomas Pantel. So ließ Stüber ihr Vorstandsamt ruhen, was für die katholische Pfarrgemeinde als Mitträgerin der kirchlichen Sozialstation von Iris Binninger übernommen wurde. Zum ehrenamtlichen Vorstand der kirchlichen Sozialstation zählen derzeit neben Pantel auch Martha Kunz aus Glottertal und Volkmar Bensch aus Denzlingen. Der Vorstand habe auch mehrere Vorstellungsgespräche mit Mitbewerbern geführt, so Pantel. Am Ende machte Susanne Stüber das Rennen. Und "dabei war ich ganz normal aufgeregt", bekennt sie offen.

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Einmal in der Woche schaut Vorgängerin Theresa Krötz in der Sozialstation vorbei und hilft ihrer Nachfolgerin beim Einarbeiten. "Der Übergang geht fließend, darüber sind wir froh", bekennt Thomas Pantel, der Krötz im März offiziell verabschieden will. Vorerst heißt es für die "Neue", sich ins Rechnungswesen, in die Buchhaltung und in die Öffentlichkeitsarbeit reinzufinden. Sie lernt die Arbeit der diversen Gruppen nun von innen kennen und soll als Mitglied des Leitungsteams auch "visionär" tätig sein und eigene Ideen entwickeln.

30 Pflegekräfte teilen sich 19 Vollzeitstellen

Für die kirchliche Sozialstation arbeiten derzeit 30 Pflegekräfte, die sich die knapp 19 Vollzeitstellen teilen. Das sind neben Alten- sowie Gesundheits- und Krankenpflegerinnen auch Hauswirtschafterinnen. Zudem arbeiten drei "Buftis" mit, junge Leute im staatlich geregelten Freiwilligendienst.

Zur Sozialstation gehört auch das "Netzwerk", Freiwillige, die stundenweise Pflegebedürftigen Gesellschaft leisten und zur Hand gehen, was Barbara Welker koordiniert. Auch die Tagespflege "Glockenblume", die Jutta Wahl leitet, ist Bestandteil des breiten Angebotes.

Insgesamt arbeiten rund 120 Haupt- oder Ehrenamtliche für die kirchliche Sozialstation auch in Glottertal, Vörstetten und Reute.

Autor: Frank Kiefer