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07. Dezember 2017

Sparen bei Dämmung in künftiger Kita

825 000 Euro sollen Um- und Anbau im ehemaligen Evangelischen Gemeindehaus in Denzlingen kosten.

  1. Eine erste Visualisierung des geplanten neuen Gebäudes an der Denzlinger Allmendstraße: Auf dieser Seite soll später der Eingang zur Kindertagesstätte sein. Dahinter befindet sich das ehemalige evangelische Gemeindehaus, das umgebaut und ebenfalls Teil der neuen Kita werden soll. Foto: Repro: Gemeinde Denzlingen

DENZLINGEN (max). Der Denzlinger Gemeinderat will 20 Plätze für Kinder unter drei Jahren schaffen im ehemaligen evangelischen Gemeindehaus an der Allmendstraße und in einem angrenzenden Neubau. Das bestehende Gebäude hatte die Gemeinde für 215 000 Euro der evangelischen Kirche abgekauft. Jetzt wurden im Rat weitere Planungsschritte beschlossen und auch die Kosten präsentiert. Für den Umbau und den Neubau wird mit insgesamt 825 000 Euro gerechnet. Keine Mehrheit fand der Vorschlag der Verwaltung, das alte Gebäude auch noch für 140 000 Euro energetisch zu sanieren.

Das Vorhaben ist in zwei Bauabschnitte untergliedert. Zuerst ist ein Umbau des bestehenden Gebäudes notwendig. Das ehemalige evangelische Gemeindezentrum ist 28 Jahre alt. Darin sollen künftig zehn Kleinkinder betreut werden. Dafür gelten besondere Voraussetzungen, weshalb die Umbauarbeiten nötig sind. Der Boden soll ersetzt werden, ebenso die Türen. WC-Anlagen erhalten eine kindgerechte Ausstattung, auch Elektro- und Malerarbeiten sind notwendig. Im ehemaligen Pfarrbüro wird ein neuer Essbereich realisiert. Die Gruppe wird sich vor allem im großen Pfarrsaal aufhalten, wo sich auch ein Schlafbereich befinden soll.

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Die Kosten für diesen Umbau wurden im Gemeinderat auf 170 000 Euro beziffert. Volkmar Bensch (Grüne) wollte wissen, was es koste, wenn man eine Fußbodenheizung statt der geplanten Heizkörper einsetze. Ein entsprechender Antrag fand eine Mehrheit im Rat, sodass die Verwaltung damit beauftragt wurde, die Kosten für eine Fußbodenheizung im Bestandsgebäude zu ermitteln. Dadurch können sich die Umbaukosten noch verändern. Der Gemeinderat muss erneut darüber abstimmen.

Der zweite Bauabschnitt betrifft den angrenzenden Neubau. Dort sollen ebenfalls zehn Kleinkinder Platz finden. Die Baukosten dafür belaufen sich auf 653 000 Euro. Das Gebäude erhält ein begrüntes Flachdach. Zwischen beiden Gebäudeteilen entsteht künftig eine geschützte Innenterrasse. Die beauftragten Architekten stammen von der "Carré Planungsgesellschaft".

Für die zusätzliche energetische Sanierung des Altgebäudes stimmten zehn Gemeinderäte und zehn votierten dagegen. Es gab eine Enthaltung. Dadurch fand dieser Vorschlag der Verwaltung, der vor allem die Dämmung von Fassade und Dach vorsah, keine Mehrheit. Architekt Lars Wildbredt hatte angemerkt, dass diese energetische Sanierung zwar baurechtlich nicht zwingend erforderlich sei, "aber in der heutigen Zeit sinnvoll". Vor allem die CDU und die Bürgerliste/FDP hatten sich dagegen ausgesprochen. Befürworter saßen in den Reihen der Grünen und Sozialdemokraten.

Autor: max