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15. März 2010

SPD setzt auf mehr Basisnähe

Denzlinger Ortsverein will Parteimitglieder stärker in Entscheidungsprozesse einbinden.

DENZLINGEN (mzd). Fünf Wahlen bereiteten dem SPD-Ortsverein 2009 ein besonders schwieriges und arbeitsreiches Jahr. Und alle Anstrengungen haben nicht gefruchtet. Dem Trend der Sozialdemokratie folgend wurden auch auf der lokalen Ebene Anteile eingebüßt, ging ein Gemeinderatsmandat verloren. Doch diese Ergebnisse nahm dieJahreshauptversammlung am Freitag auch als Ansporn und Herausforderung. Erfolg versprechen sich die Genossen auch von einer Vergrößerung des Vorstandes durch Beisitzer.

"Nach der Wahl ist vor der Wahl", erklärt Pressesprecher Detlev Behnke und sieht die Weichenstellung durch die Vorstandswahlen auch unter dem Aspekt, Kandidaten für zukünftige Wahlen aufzubauen. Richtungweisend sei auch die Satzungsänderung, nach der dem Vorstand jetzt auch drei Beisitzer angehören. Mit der Bestätigung von Dietrich Elchlepp als Vorsitzendem, Jürgen Kaufmann als seinem Stellvertreter, Ursel Meßmer-Thoma als Kassenführerin und Detlef Behnke als Pressesprecher wurde ein Generationenwechsel noch nicht vollzogen. Mit Andreas Eberhard, Schriftführer für Hannelore Schiedel, die das Amt über viele Jahre ausgeübt hat, Stefanie Korn, Helga Scheuerpflug und Jürgen Schmälzlin sind neue Kräfte nachgerückt. Gewürdigt wurde auch, dass es den Jusos gelungen sei, junge Menschen wieder mehr für Politik zu interessieren. Bestätigt wurde Philipp Elchlepp als Vorsitzender der Jusos sowie Roswitha Hilden als Vorsitzende des kommunalpolitischen Arbeitskreises.

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"Die anspruchsvolle Arbeit im Gemeinderat muss nach der Wahl nun auf weniger Schultern verteilt werden", betonte Fraktionssprecher Willi Kieninger. Der kommunalpolitische Arbeitskreis unter sei dabei ein wichtiges Bindeglied zwischen Fraktion und Parteimitgliedern, so Detlev Behnke, in dem lokale Themen- und Problemfelder intensiv diskutiert würden.

Nachholbedarf bei der Aufgabe, den Menschen Europa näher zu bringen, leitet Dietrich Elchlepp aus dem Wahlergebnis der Europawahl ab. Europa in den Köpfen sei noch nicht so präsent, wie es politische Realität ist. Eindeutig verloren habe die SPD bei der Bundestagswahl. "Es ist auch kein Trost, dass die Verluste auf regionaler Ebene nicht so heftig waren", so der Vorsitzende. Die Ursachen müssten deutlich erklärt werden, um mit diesen Erkenntnissen wieder selbstbewusst und kompetent nach vorn zu schauen.

Der Kreisvorsitzende Johannes Fechner betonte, dass erstmals die Nominierung eines Kandidaten für die Landtagswahl durch die Mitglieder und nicht mehr nur durch Delegierte erfolge. Es gelte nun in den Ortsvereinen die Mitglieder zu aktivieren, von dieser Chance der Mitbestimmung auch Gebrauch zu machen.

Autor: mzd