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30. Juni 2012

Der Alkohol floss in Strömen

Mit Polizei und Ordnungsamt unterwegs / Ein Platzverweis.

EMMENDINGEN. Auf dem Schlossplatz war’s ein Fußballfest der Extraklasse. Die andere Seite des großen Zustroms von Besuchern ist ein hohes Müllaufkommen in öffentlichen Anlagen, Lärmbelästigungen und Sachbeschädigungen (wir berichteten). Für Polizei und die städtischen Ordnungsbehörden ein Grund, ein Auge mehr auf die Umgebung des Schlossplatz und die öffentlichen Anlagen zu haben.

Eine Stunde vor Spielbeginn gab es am Bahnhof kaum ein Durchkommen. Hunderte überwiegend Jugendliche versammelten sich dort. Nicht wenige benutzen die Gelegenheit zum "Vorglühen", was nichts anderes heißt, als mit überwiegend harten Sachen schnell einen hohen Alkoholpegel zu erreichen. Anders sah es auf dem Schlossplatz aus. Die 4000 Zuschauer (ab 20.45 Uhr war ausverkauft) freuten sich auf ein spannendes Spiel. "Wir haben die Anzahl an Sicherheitskräften wesentlich erhöht, es sind heute 24 Mitarbeiter auch in der Umgebung des Schlossplatz es tätig", sagte Christoph Römmler, Inhaber vom Veranstalter Karoevents.

Begleitet von zwei Polizeibeamten war Uwe Erhardt, Leiter des Amts für Sicherheit und Service der Stadt, unterwegs, um mögliche Brennpunkte für Trinkgelage, Vermüllungen und Sachbeschädigungen in Augenschein zu nehmen "Bitte Ihren Ausweis" hieß es häufig. Jugendliche unter 18 Jahren mit "harten" Sachen waren keine Seltenheit. Im Goethepark mussten einige Mädchen sofort ihr Bier in den Bach schütten: Sie waren noch ziemlich weit von der Altersgrenze von 16 entfernt, die für dieses Getränk gilt.

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Vom Polizeirevier Emmendingen waren acht Beamte, davon zwei mit Motorrädern, im Einsatz. Zudem überwachten mehrere Mitarbeiter des städtischen Gemeindevollzugsdiensts die Anlagen und den ruhenden Verkehr.

Während des Rundgangs durch den Stadtgarten in der Halbzeit und danach verliefen die Gespräche mit Jugendlichen überwiegend freundlich, ja höflich. Immer wieder wies Erhardt die Jugendlichen darauf hin, dass der Müll weggeräumt werden muss, Sitzbänke nicht zweckentfremdet werden. Die Beamten fanden die richtigen Worte, auch mit leicht alkoholisierten "Kunden" umzugehen. Am Bahnhof wurde es etwas ungemütlicher. Uwe Erhardt sprach den Teilnehmern einer Feierrunde einen Platzverweis aus. "Wenn es im Goethepark laut wird, müssen wir euch gegebenenfalls in Gewahrsam nehmen", erklärte er. Langsam wurde die Stimmung gegenüber den Beamten gereizter. Zumal es sich teilweise um alte Bekannten handelte, die öfters auffallen. "Im Bahnhofsbereich sorgen wir besonders dafür, dass die Aufenthaltsqualität für Reisende so störungsfrei wie möglich ist", betonte Erhardt.

Beim Durchqueren der Innenstadt war festes Schuhwerk empfehlenswert: Jede Menge Glasscherben, überwiegend von Wodkaflaschen, säumte den Weg. Bis weit nach Mitternacht waren die Sicherheitskräfte in den öffentlichen Anlagen unterwegs. Das Ergebnis: "keine besonderen Vorkommnisse, keine bisher gemeldeten Sachbeschädigungen".

Autor: Dieter Erggelet


3 Kommentare

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Sebastian Fuchs

Registriert seit: 12.02.2010

Kommentare: 225

30. Juni 2012 - 10:34 Uhr

Wann kommt hied endlich eine Null-Toleranz-Politik gegenüber unkontrolliertem und öfftlichen Alkoholmissbrauch - vor allem von Jugendlichen? Eines der wenigen Dinge, die man sich in den USA abschauen könnte. Das würde nicht nur die Jugendlichen selbst schützen, die sich dem Gruppenzwang gebeugt zulaufen lassen, sondern auch Körperverletzungen, Beleidigungen und Sachbeschädigung massiv eindämmen.

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Michael Kirschner  

Michael Kirschner

Registriert seit: 15.11.2011

Kommentare: 360

01. Juli 2012 - 14:33 Uhr

...man sollte Alkohol in dem Rahmen, dass er zum "Vorglühen" benutzt wird, als Droge betrachten, denn er wird in diesem Fall auch so eingesetzt.
Ein alter Merksatz : die Dosis macht das Gift.

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Manuel Rosenthal-Schöpflin  

Manuel Rosenthal-Schöpflin

Registriert seit: 13.07.2010

Kommentare: 1699

02. Juli 2012 - 13:21 Uhr

Also doch wieder nur ein öffentliches Saufgelage mit anschließeden Scherben und Kosten für die Allgemeinheit!

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