Der Dome ist neu eingekleidet

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 31. August 2018

Rust

Nach 17 Jahren seines Bestehens im Europa-Park war die komplette Erneuerung der Außenhaut für mehr als 500 000 Euro fällig.

RUST (BZ). Der Dome im Europa-Park hat eine komplett neue Außenhaut erhalten. Direkt neben dem Haupteingang ist der "Botta-Dome" mit seinen 15 Metern Innenhöhe seit 2001 einer der beliebtesten und erfolgreichsten Veranstaltungsorte des Parks.

Der Dome stammt aus der Feder des Schweizer Stararchitekten Mario Botta, dem mit diesem Kuppelbau als riesiges freitragendes Zelt ohne störende Stützen ein großer Wurf gelungen war. Nach 17 Jahren des Bestehens ist nun die Außenhaut erneuert worden. Mehr als 500 000 Euro kostete die Sanierung, wie der Europa-Park in einer Pressemitteilung schreibt.

Mario Botta hat es mit seinen Bauwerken in den vergangenen Jahrzehnten zu Weltruhm gebracht. Er gilt als einer der weltweit bedeutendsten Architekten. Das von 13 Stahlrohrwerken gehaltene Zelt, das wegen seiner Kuppel, die an einen Dom erinnert, "Dome" getauft wurde, hatte Botta für die 700-Jahr-Feier der Schweiz 1991 entworfen.

Der Park-Chef entdeckte den Dome 2001 in der Schweiz

2001 hatte Park-Chef Roland Mack das Zelt in der Schweiz entdeckt, erworben und in der Nähe des Haupteingangs des Freizeitparks installiert. Seither wurden im Dome unzählige Großveranstaltungen organisiert, von der Miss Germany Wahl bis hin zur José Carreras Gala oder dem Radio Regenbogen Award.

Das äußere Gerüst aus Metallrohr hat 27 Fahnenmasten. Beflaggt wird entweder mit den 26 Schweizer Kantonsflaggen plus die Schweizer Nationalfahne oder mit 26 europäischen Flaggen und der blauen Europa-Fahne. Das Zelt mit seiner ungewöhnlichen 13-eckigen Grundform hat Platz für rund 2000 Menschen.

Der komplette Austausch der Zeltplanen für die Sanierung war eine große Herausforderung, erläutert der Tengener Zeltbauer Ronald Burgau. Die Plane wurde in einer gemieteten Halle in Leipzig von der Schweizer Spezialfirma für Zeltplanen, Bieri, gefertigt, die bereits die ursprüngliche Plane für den Dome gefertigt hatte. "Am Anfang der Aktion stand eine digitale 3-D-Vermessung. Dann entstand ein CAD-Modell, und daraus wurde ein Schnittmuster für die einzelnen Bahnen erstellt", erläutert Burgau. "Die große Herausforderung war, alles präzise auf den Zentimeter genau aufzuziehen und an den einzelnen Befestigungspunkten passgenau zu montieren." Die Plane hat rund 4000 Quadratmeter und wiegt knapp fünf Tonnen. Für das große Zelt gibt es enorme statische Voraussetzungen: Der Kuppelbau muss starkem Wind, Sturm und hohen Schneelasten standhalten. Auch hohe Brandschutzauflagen sind einzuhalten. Burgau, der seit vielen Jahren mit dem Europa-Park zusammenarbeitet, liefert Spezialzelte in alle Welt und ist international bekannt für spektakuläre Zeltlösungen. Er hat in Chile ein riesiges Dach im ESO Observatorium erstellt. Und noch eines bietet die neue Plane: Die Außenschicht ist schmutzabweisend und selbstreinigend, der Regen wäscht die Verschmutzung automatisch ab.