Volleyball

Der elfte Sieg: VC Printus Offenburg ist nicht aufzuhalten

Wolfram Köhli

Von Wolfram Köhli

So, 16. Dezember 2018 um 18:02 Uhr

Volleyball

Der VC Printus Offenburg bleibt das Maß der Zweiten Liga der Frauen und beendet die erste Saisonhälfte ohne Niederlage. Nele Iwohn kehrte zurück und führte das Offenburger Team zum elften Saisonerfolg.

Ehe der 3:1 Erfolg bei der Bundesligareserve der Rote Raben Vilsbiburg feststand, gab es einiges zu bewältigen für die Südbadenerinnen. Die Satzergebnisse belegen (25:23, 18:25, 20:25, 20:25) ein durchaus enges Spiel über 95 spannende Minuten. Es brauchte am Sonntag erneut des Weckrufs eines verlorenen ersten Satzes, ehe das Team des Tabellenführers seine Qualität ins Ergebnis einbringen konnte.

Die Partie war kämpferische geprägt und ging keineswegs so leicht von der Hand, wie noch anfangs der Runde. Für Trainer Florian Völker gibt es da eine plausible Erklärung: Erst jetzt seien die Topmannschaften zu bespielen gewesen. Da sei der Block größer, hätten sich die Gegner besser auf sein Team einstellen können. Vor allem auf Pia Leweling, die als zentrale Punktesammlerin meist mit einem perfekten Doppelblock bedacht wurde. "Aber wir haben die Situation bestens gemeistert", sagte Völker und blickt auf elf Siege in elf Spielen. Am Sonntag machte nicht nur die Körperlänge der Akteurinnen aus Niederbayern Probleme. Die riesige Arena erforderte beim Timing einige Umstellung. Und so brauchte es, bis die Ortenauerinnen ins Spiel fanden.

Glücklicher Zeitpunkt für die Rückkehr

Der Zeitpunkt der Rückkehr von Nele Iwohn hätte nicht passender sein können. Das Spiel am Sonntag galt als die Nagelprobe für das Überteam der Liga. Mit dem Gastspiel bei der Bundesligareserve wurde das Spieljahr beendet. Da sollte noch ein echter Impuls mitgenommen werden in das neue Jahr. Den gab es am Sonntag in Niederbayern, wo sich die Offenburgerinnen im direkten Vergleich einen weiteren Konkurrenten im Titelrennen distanzierten.

"Immer wenn wir gut geblockt werden, tun wir uns schwer"

Im Laufe des zweiten Satzes eingewechselt zeigte sich schnell, wie wertvoll die Berlinerin im Offenburger Ensemble ist. Ihrem dreifachen Bänderriss geschuldet waren sicher einige Netzberührungen. Aber die 22-jährige Diagonalangreiferin glich dieses Handicap mit ihren durchschlagskräftigen Angriff und den bestens getimten Bällen in die Lücken des gegnerischen Feldes aus. Das waren jene Momente, die das Spiel der Offenburgerinnen mit Überraschungsmomenten garnierten. "Sie hat immer eine gute Lösung gefunden", lobte Trainer Völker, und unterstrich, was zu sehen war: "Bei Nele war zu merken, wie sie wieder Lust hat. Sie hat uns als Mannschaft eine gute Energie gegeben." Das machte den Unterschied aus, zu den zuletzt recht stereotypen Angriffsaktionen.

Ganz stimmt das nicht. Noch eine Akteurin zeigte sich immer dann, wenn es notwendig war. Die amerikanische Mittelblockerin Ashley Owens belegte im zweiten Durchgang in Abwesenheit ihrer kranken Landsfrau Tessa Dahnert, wie wertvoll diese Position im Volleyball sein kann. Das waren Punkte für die Wende im Spiel, das nie leicht lief. "Immer wenn wir gut geblockt werden, tun wir uns schwer", analysierte der Trainer Florian Völker. Immer wenn es knapp wurde, wuchs die Mannschaft zusammen. So beim 20:22 im dritten und beim 20:20 im vierten Satz. Dank dieser mannschaftlichen Geschlossenheit wurde das konstantere Spiel der Offenburgerinnen belohnt.