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09. September 2017

Der engagierte Beweger

Zum Tod des Musikmenschen und Physikers Rolf Röbcke.

Unermüdliches Engagement, verbunden mit Integrität, großer Sorgfalt und Zuverlässigkeit: Sie waren Tugenden des promovierten und ehemals in einer Frankfurter Computerfirma tätigen Physikers Rolf Röbcke, der in Kirchzarten lebte und jetzt im Alter von 81 Jahren gestorben ist.

Klangarchivierung und -dokumentation interessierten Rolf Röbcke nebenberuflich. Kulturell in Erinnerung bleiben dürfte er, ein Enkel des bekannten Freiburger Fotografen Georg Röbcke, durch seine mehr als 1000 professionellen Tonaufnahmen von Konzerten aus Kirchen und Sälen. In summa entstanden so rund 60 000 Schallplatten und CDs. Auch bei den drei Klassik-CDs, die zugunsten der "Aktion Weihnachtswunsch" der BZ erfolgreich produziert worden waren, hatte er sich – ehrenamtlich – eingebracht.

Mehr als 60 Jahre spielte Röbcke in evangelischen Gottesdiensten die Orgel. Seit 1965 war es das einmanualige Weigle-Instrument mit seinen – so etwas nennt man Demut – nur achteinhalb Registern in der Matthias-Claudius-Kapelle des Freiburger Stadtteils Günterstal. Jahrzehntelang sang er als Chorist in Martin Gotthard Schneiders Heinrich-Schütz-Kantorei Freiburg, wo er sich überdies organisatorisch betätigte. Menschen wie er sind für die (Musik-)Kultur unverzichtbar. Vor allem als Beweger und Ermöglicher. Rolf Röbcke wird fehlen.

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Autor: Johannes Adam