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14. September 2017 14:30 Uhr

Neue Attraktion

Der Europa-Park stellt seine neue Wasserwelt "Rulantica" vor

Auf 45 Hektar baut der Europa-Park derzeit eine neue Wasserwelt. Jetzt wurde der Name und weitere Details bekannt. Was erwartet die Besucher von "Rulantica" und dem neuen Hotel "Krønåsar"?

  1. Das Modell des neuen Wasserparks des Europa-Parks „Rulantica“ Foto: Charlotte Janz

  2. Und so soll das Ganze dann mal aussehen. Foto: Charlotte Janz

Vor den Toren des Europa-Parks laufen derzeit die Bauarbeiten für ein Großprojekt: Bis Ende 2019 soll hier die 450.000 Quadratmeter große Wasserwelt "Rulantica" sowie das Erlebnishotel Hotel "Krønåsar" entstehen. Auf einer Fläche von 63 Fußballfeldern ist im Südosten der Gemeinde Rust bereits der Grundstein gelegt worden.



Laut Europa-Park handelt es sich um eine der größten Wasserwelten Europas. Gemeinsam mit der Rendler Bau GmbH sowie der Wilhelm Füssler Bau GmbH wird das Großprojekt in mehreren Phasen realisiert. 2019 soll die Wasserwelt fertig sein – zumindest der erste Teil.

"Die Erweiterung unseres Gesamtangebotes und die Verwirklichung dieser Wasser-Erlebniswelt sind ein wichtiger Schritt zur Standortsicherung", wird Europa-Park Inhaber Roland Mack in einer Pressemitteilung zitiert. "Wir können uns keinen Stillstand erlauben, wenn die Region für Gäste mit weiterer Anreise attraktiv bleiben soll." Das Projekt setze aber nicht nur positive Impulse für die touristische Entwicklung, sondern schaffe zugleich 550 neue Arbeitsplätze.

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Was erwartet die Besucher?

In dem rund 32.600 Quadratmeter großen Indoor-Bereich – einer 20 Meter hohen muschelförmigen Halle – erwarten die Besucher das ganze Jahr über acht nordische Themenbereiche. "Trøll Valley" ist dem Europa-Park zufolge auf die Bedürfnisse der Kleinsten abgestimmt. Insgesamt sind 25 Attraktionen geplant, darunter etwa 17 Wasserrutschen, Deutschlands größtes Wellenbad sowie ein "Mystery River". Im Ruhebereich wird es 1700 Liegestühle geben. Acht individuelle Cabañas mit gastronomischem Service bieten Familien auf Wunsch einen Rückzugsort.

Eine Saunalandschaft soll es vorerst nicht geben. "Wir wollen die Familien nicht auseinanderreißen", sagte Roland Mack am Donnerstag bei der Präsentation des neuen Themenbereiches im Europa-Park. In einer Erweiterung der Wasserwelt in der Zukunft seien Saunen aber eingeplant – ebenso wie möglicherweise eine künstliche Welle für Wassersportler.

Der Außenbereich der Wasserwelt soll 8000 Quadratmeter groß sein, das Außenbecken 500 Quadratmeter. 500 Liegestühle sind für Sonnenhungrige geplant.

Familienrestaurant und Shuttlebus

Das 4-Sterne Superior Hotel wird in der Pressemitteilung als "ein Naturkundemuseum der besonderen Art" bezeichnet. Bis zu 1300 Übernachtungsgäste sollen dort unterkommen, 277 thematisierte Zimmer sind geplant. Eine Brücke soll das Hotel "Krønåsar" mit der neuen Wasserwelt verbinden. Wer im Hotel wohnt, soll auf jeden Fall Zugang zum Bad haben. Der Einlass wird hier anders als im Europa-Park nämlich beschränkt. Laut Roland Mack soll man online die Möglichkeit haben, Eintrittskarten zu reservieren.



Für den Hunger sind ein Familienrestaurant im Stil eines Bootshauses geplant, ein Selbstbedienungsrestaurant, ein Café und eine Bar. Der Innen- und Außenbereich wird jeweils mit einer Poolbar ausgestattet werden. Ein Shuttlebusservice soll die Wasser-Erlebniswelt mit dem Europa-Park sowie den Europa-Park Hotels verbinden. An der Wasserwelt sind 800 Stellplätze für Autos vorgesehen.

Investition in Höhe von 150 Millionen

Bei "Rulantica" handelt es sich mit einer Summe von 150 Millionen Euro um die größte Investition der Inhaberfamilie Mack und eine der umfangreichsten Einzelinvestitionen eines Privatunternehmens in der Region. Wie in der Vergangenheit realisiert das Familienunternehmen das Großprojekt eigenständig und verzichtet auf die Verwendung staatlicher Fördermittel.

Seit 2016 sind Michael und Thomas Mack gemeinsam mit ihrem Vater Roland Mack sowie ihrem Onkel Jürgen Mack Teil der Geschäftsleitung des Europa-Park. Als geschäftsführende Gesellschafter werden sie die Umsetzung der neuen Wasserwelt gemeinsam mit ihrer Schwester und Diplom-Architektin Ann-Kathrin Mack maßgeblich verantworten.

Autor: BZ, cjz