Umstrittene Streckenführung

Der Freiburger CSD-Umzug soll laut Veranstalter definitiv stattfinden

Joshua Kocher

Von Joshua Kocher

Mi, 13. Juni 2018 um 17:34 Uhr

Freiburg

Der Umzug zum Christopher-Street-Day am 23. Juni soll stattfinden. Wo und wie, das werde noch verhandelt, so der CSD-Verein. Die Stadtverwaltung konkretisierte derweil ihre Bedenken an einem Zug durch die City.

Der Umzug zum Christopher-Street-Day (CSD) in Freiburg am 23. Juni soll definitiv stattfinden. Wo und wie, das werde noch verhandelt, teilte der CSD-Verein bei einer Pressekonferenz am Mittwoch mit. Am umstrittenen Streckenvorschlag der Stadt, die den Umzug nicht durch die Kaiser-Joseph-Straße führen möchte, ändert sich nichts. Die Stadtverwaltung konkretisierte derweil in einem Auflagenbescheid an die Veranstalter ihre Bedenken an einem Zug durch die City.

Auf dieser Strecke soll der Umzug nach Wünschen der Stadt verlaufen:



Als Grund für die Streckenführung um die Einkaufsstraße gibt die Verwaltung nun vor allem Sicherheitsbedenken an. Von der großen Menschenmasse und den zahlreichen Lkw ginge eine zu große Gefahr für Passanten aus, die an einem Samstag durch die Kajo schlendern. Auch der Stadtbahnverkehr würde zu stark beeinträchtigt. Das bestätigte Rathaussprecherin Edith Lamersdorf: "Wenn die Teilnehmer zu Fuß unterwegs wären, wäre das überhaupt kein Problem."

"Niemand im Rathaus will die Parade verhindern, sie gehört zu Freiburg."Rathaussprecherin Edith Lamersdorf
Vor zwei Jahren durfte der Umzug in ähnlichen Dimensionen noch durch die Kajo ziehen. "Damals war die Innenstadt noch nicht so labil", entgegnete Lamersdorf. "Dieses Jahr kommt viel zusammen: Es gibt massenweise Baustellen und den Schienenersatzverkehr der Höllentalbahn. Zurzeit sind einfach zu viele Menschen auf Bus und Bahn angewiesen. Niemand im Rathaus will die Parade verhindern, sie gehört zu Freiburg."

"Es hat sich das bestätigt, was sich im Voraus angekündigt hat", sagte Ronny Pfreundschuh vom CSD-Verein. 32 Gruppen haben in diesem Jahr ihre Teilnahme angemeldet. "Wir werden den Bescheid rechtlich prüfen", so Pfreundschuh. "Unter Umständen klagen wir dagegen. Wir hoffen, dass wir die besseren Argumente haben."

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