Open-Air-Konzerte

Der Freiburger Sommer ist kein blinder Fleck mehr

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Di, 13. März 2018 um 19:24 Uhr

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Freiburg will nicht länger ein blinder Fleck auf der popkulturellen Landkarte sein und rüstet auf.

Musikalisch hat der Freiburger Sommer vor allem eines zu bieten: das ZMF. Dort im Zirkuszelt ist allerdings maximal Platz für 3000 Musikfans. Für die Stars des Pop und Rock ist das natürlich zu wenig, für sie gibt es in der Region allenfalls noch die "Foire aux vins"-Konzerte im elsässischen Colmar und die Marktplatzkonzerte beim Lörracher Stimmen-Festival. Das wird sich dieses Jahr ändern. Freiburg will nicht länger ein blinder Fleck auf der popkulturellen Landkarte sein, klotzt und wird auf einen Schlag sehr viel attraktiver. Zum einen will man an frühere Großereignisse anknüpfen wie das Grönemeyer-Konzert 2004 (53.000 Besucher!) und den Auftritt der Toten Hosen 2013 (50.000 Besucher!), zum anderen in Südbaden eine musikalische Bandbreite zeigen: Deutsch-Rock und -Pop, Heavy Metal, Skandinavien-Schmusesongs, US-Folk-Punk und ein massentaugliches 90er-Jahre-Revival. In Freiburg ist bislang im Hochsommer, vor allem im August nach Ende des ZMF, kulturell im Freien eher wenig geboten worden. Mit den Open-Airs an der Messe wird ein neues, vielfältiges Musikangebot geschaffen. Ob das ein gesundes Maß hat oder doch zu viel für eine Stadt von der Größe Freiburgs ist, darüber wird das Publikum durch den Ticketverkauf abstimmen. Das Risiko tragen die Veranstalter, aber bisher geht die Tendenz dahin, dass die Nachfrage da ist. Selbstverständlich ist, dass ein professioneller und erfahrener Veranstalter wie Marc Oßwald die Belange der Anwohner nicht außer Acht lässt.