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14. September 2017

Der Kapellmeister

Siegfried Köhler, gebürtiger Freiburger, ist tot.

Er war kein Schaumschläger. Vielmehr verkörperte Siegfried Köhler den Typ des sachlichen und werkdienlichen Dirigenten – das, was man im besten Sinn einen Kapellmeister nennt. Köhler wurde 1923 in Freiburg geboren, wo er auch studierte – Hauptfach: Harfe. In seiner Geburtsstadt betätigte er sich zunächst als Harfenist, Schlagzeuger und Korrepetitor. Erster Kapellmeister wurde er 1952. Weitere Stationen: Düsseldorf und Köln. Von 1964 an war er Generalmusikdirektor (GMD) des Saarländischen Staatstheaters in Saarbrücken, wo er auch an der Hochschule lehrte. Von 1974 bis 1988 GMD des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden. Danach wirkte er als Königlicher Hofkapellmeister – was in diesem Fall Opernchef bedeutet – in Stockholm.

Köhler, der jetzt mit 94 Jahren gestorben ist, konnte alles. Eine besondere Affinität zeigte er, der die Orchestermusiker als seine Partner verstand, freilich für die Musik von Wagner und Richard Strauss. Auch für die klassische Moderne wie Hindemith, Fortner und Aribert Reimann setzte er sich ein. Und nicht zuletzt für das Schaffen des mit ihm befreundeten Volker David Kirchner. Selbst die leichtere Muse war ihm keineswegs fremd.

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Autor: BZ