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02. November 2011 15:03 Uhr

Heilende Kerne

Der Kürbis: Ein Wunder in Orange

Schaurig zu Halloween, lecker als Suppe und gesund für die Prostata: Kürbisse werden auch in der Heilkunde verwendet. Wie? Das verrät BZ-Pflanzenexperte Frank Hiepe.

  1. Lecker als Suppe – und gut für die Prostata: der Kürbis. Foto: Benjamin Bohn

GARTEN-KÜRBIS, (Cucurbita pepo)

Pflanzenfamilie
Kürbisgewächse(Cucurbitaceae); neben dem Garten-Kürbis werden FeigenblattKürbis, Riesen-Kürbis, Moschus-Kürbis und Ölkürbis kultiviert.

Vorkommen
Der Kürbis kommt ursprünglich aus Nordamerika. Kultiviert wird die Gattung heute weltweit in warmen
Gebieten.

Erntezeit
Juni bis September

Geschichte und Aberglaube
Neuere Funde von Kürbissamen werden auf 8000-10.000 Jahre vor Christus datiert. Bereits in präkolumbischer Zeit gab es eine große Sortenvielfalt in Mittelamerika.

Der Brauch, an Halloween Kürbisse auszuhöhlen, ihnen zum Teil schaurige Gesichter zu verleihen und von innen mit Kerzen zu beleuchten, stammt ursprünglich aus keltischer Zeit in Irland und wurde von irischen Einwanderern vor allem in Nordamerika eingeführt. Das Wort "Halloween" leitet sich vom englischen "All Hallows’Even" – Allerheiligenabend ab.

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Anwendung
Hilft gegen Reizblase und Beschwerden beim Wasserlassen bei gutartiger Prostatavergrößerung; hierzu kann man Kürbiskerne zerkleinert oder gut zerkaut mit etwas Flüssigkeit (Wasser, Milch, Joghurt oder Apfelmus) über längere Zeit morgens und abends je 1-2 gehäufte Esslöffel einnehmen.

Im Handel (zum Beispiel in der Apotheke oder dem Reformhaus) sind Kürbiskerne als Granulat oder in Kapselform erhältlich. Die Verwendung bei Wurmerkrankungen ist heute nicht mehr üblich.
Fruchtfleisch
Carotinoide – sie verleihen den Früchten die schöne orangene oder gelbe Farbe; Vitamin E, Magnesium, Eisen, Enzyme Ballaststoffe.

Das Fruchtfleisch wandert in den Kochtopf als Suppe, Gemüse oder Chutney. In Kochbüchern oder im Internet finden sich eine Vielzahl schmackhafter Rezepte. Mein Tipp: Geröstete Kürbissamen runden den Geschmack einer Kürbissuppe ab.
Samen
Phytosterole, Tocopherole (Vitamin E), seltene Aminosäuren wie das wurmwirksame Cucurbitin, Linolsäure, Phytosteole, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Selen, Mangan, Zink und fettes Öl.

Kürbissamenöl oder Kürbiskernöl

Sie enthalten ebenfalls Vitamin E, Selen, Linolsäure, Phytosterole sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Ich empfehle sie bei Prostatabeschwerden und zur Stärkung des Immunsystems .

In der Kosmetik werden dem Öl hautpflegende Eigenschaften, insbesondere bei Schwangerschaft-streifen zugeschrieben.

Homöopathie
Cucurbita pepo bei Übelkeit und Erbrechen
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Autor: Frank Hiepe