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06. April 2013 18:24 Uhr

Auswärtssieg

Der SC Freiburg gewinnt beim HSV mit 1:0

Der SC Freiburg hat sich durch einen Auswärtssieg auf Tabellenplatz fünf vorgearbeitet und dadurch seine Chancen auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb gewahrt.

  1. Jonathan Schmids Treffer zum 1:0 bringt die Erleichterung – und den fünften Tabellenplatz. Foto: dpa

  2. Foto: dpa

  3. Foto: dpa

  4. Foto: dpa

Beim Hamburger SV gewann das Team von Trainer Christian Streich mit 1:0. Den Treffer erzielte Jonathan Schmid.

Würstchen zur Besänftigung

Im Umfeld des HSV wurde in der zurückliegenden Woche viel über einen Artikel aus dem Metzgereifachhandel gesprochen. Nach der heftigen 2:9-Niederlage bei Bayern München stellten die Hamburger Spieler ihren Fans Würste in Aussicht. Ein gemeinsames Grillfest am 20. April soll der Besänftigung dienen. Dass der HSV-Betriebsfrieden nicht einfach käuflich zurückzuerwerben ist, zeigte sich im Spiel gegen den Sportclub früh. Vielmehr war es zu hören. Weil die Gäste schlicht den besseren Fußball spielten, steigerte sich das Grummeln der Fans schnell zu einem deutlich vernehmbaren Pfeifen. Besonders, nachdem Jan Rosenthal per Kopf die Latte und Matthias Ginter aus 16 Metern den Pfosten getroffen hatten (7.).

Für die verunsicherten Hamburger stellten selbst einfache Zuspiele zum Nebenmann eine Herausforderung dar. Anders als in München wehrten sie sich aber, spielten gegen die eigenen Unzulänglichkeiten an, um sie abzuschütteln. Erstmals gelang ihnen das in der 26. Minute, als sich Son aus spitzem Winkel eine gute Einschussmöglichkeit bot, SC-Torhüter Baumann und Krmas gemeinschaftlich klären mussten.

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Bis zur Halbzeit dominieren Zweikämpfe und Ballverluste

Es war keine Aktion, die Schrecken verbreitete. Und doch verloren die Freiburger etwas den Faden. Die Gastgeber konnten offensichtlich nicht besser nach vorne spielen, aber auch dem Sportclub gelangen nun keine produktiven Spielzüge in Richtung gegnerisches Tor mehr. Die Partie war bis zur Pause geprägt von vielen Zweikämpfen und Ballverlusten im Mittelfeld. Kruses Flachschuss (41.), der das Ziel verfehlte, war bis zur Pause das einzige nennenswerte Ereignis.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war dann bereits deutlich mehr los auf dem Spielfeld. Kruses Klassepass eröffnete Rosenthal die Chance zum 1:0, sein Schuss aus spitzem Winkel landete aber am Außennetz (49.). Dann waren die Hanseaten an der Reihe. Rudnevs steckte durch zu Son, der aus kurzer Distanz den Außenpfosten traf (52.). Es entwickelte sich ein wildes Hin und Her. Um Spielkontrolle bemühten sich beide Teams vergebens. Immerhin war durch das hektische Treiben für ein wenig Abwechslung gesorgt.

Nach dem 1:0 wartet der HSV mit Slapstickeinlagen auf

Das Bemühen konnte man beiden Kontrahenten nicht absprechen. Die Vehemenz, die Hamburger und Freiburger in den Zweikämpfen demonstrierten, war Beleg dafür. Was fehlte, war Ruhe bei Ballbesitz. Der Mann, der am meisten davon bewahrte, war Max Kruse. Wann immer er an den Ball kam, folgte ein vernünftiges Zuspiel. Immer wieder auch ein gefährliches. So verwunderte es nicht, dass der künftige Gladbacher den Führungstreffer für sein Team initiierte. Klug spielte Kruse in der 69. Minute in die Tiefe auf Mujdza, dessen Hereingabe Jonathan Schmid über die Linie bugsierte.

Das Freiburger 1:0 zerriss das zarte Grillwürstchenband zwischen den HSV-Spielern und ihren Anhängern wieder. Fortan hallten gellende Pfiffe durch die Imtech-Arena. Eine Atmosphäre, die den Hamburger Profis das mühsam erarbeitete bisschen Sicherheit umgehend raubte. Bisweilen wahnwitzige Slapstickeinlagen waren in der Folge zu besichtigen. Badeljs Ausrutscher in der 73. Minute war die absurdeste. Rosenthal konnte alleine in Richtung Tor laufen, er scheiterte aber mit dem Versuch eines Hebers über Nationaltorhüter René Adler.

Es wäre die Entscheidung gewesen. So aber mussten die Freiburger noch eine Weile warten, bis sie endgültig jubeln durften. Und in Hamburg werden Wurstwaren wohl weiter ein Thema bleiben.

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker

Abpfiff: Das war’s: Der SC hat den Hamburger SV 1:0 besiegt!

91. Min: Guédé kommt für Torschütze Schmid.

91. Min: Jansen passt auf van der Vaarts, der schiesst knapp über das Tor. Das war hoffentlich die letzte Hamburger Chance.

90. Min: Nachspielzeit: 2 Minuten.

89. Min: Wechsel auch beim SC: Für Kruse kommt Santini.

88. Min: Aogo geht vom Platz, für ihn wird Rajkovic eingewechselt.

85. Min: Baumann pariert einen Schuss von van der Vaarts. Die ersten Hamburger Fans verlassen das Stadion.

81. Min: Kruse hat Raum und schiesst – aber drei bis vier Meter am Tor vorbei.

80. Min: Van der Vaarts stürmt, kommt nicht durch. Die Pfiffe aus dem Hamburger Block werden lauter.

75. Min: Nun wechselt der SC: Rosenthal geht, für ihn kommt Makiadi, der zuletzt wegen einer Knieverletzung ausgefallen war. Makiadi verstärkt aber nicht nur die Abwehr, er übernimmt Rosenthals Position.

70. Min: Die SC-Fans sind laut zu hören, jetzt ist mal ein wenig Pfeffer im Spiel.

70. Min: Rosenthal marschiert aufs Tor, doch Adler pariert in letzter Sekunde.

68. Min: Erneut Wechsel beim HSV: Arslan geht, Badelj kommt.

67. Min: Nach Vorarbeit von Kruse übernimmt Mujdza, seine Flanke findet Schmid, der zieht ab – und trifft.

++++TOR++++TOR++++

66. Min: Et voilà: Wechsel beim HSV, Kacar für Skjelbred.

61. Min: Wenn es nichts zu berichten gibt, schreibt man über die Ersatzbank: Die der Hamburger wärmt sich auf.

56. Min: Das Spiel plätschert vor sich hin. Die Fehlpassquote hingegen ist enorm.

53. Min: Kruse bekommt einen erneuten Fehlpass von Westermann vor die Füße, schiesst – und der Ball geht übers Tor des HSV.

52. Min: Rudnevs spielt den Ball von rechts am Strafraum mit der Hacke auf Skjelbred, der sofort auf Son weitergibt - doch dessen Schuss aus 11 Metern halbrechter Position landet am Außennetz. Im Anschluss kassiert Son dafür Gelb. Nicht für den Torschuss, aber für ein weiteres von vielen kleineren Fouls.

50. Min: Laut Kommentator macht Schuster ein gutes Spiel: "Der sieht auch schon so schlau aus!"

49. Min: Rosenthal schiesst aufs Hamburger Tor, trifft aber nur das Außennetz.

47. Min: Freistoß für den HSV: van der Vaarts schiesst, Baumann hält solide.

46. Min: Schiri Dr. Brych pfeift zur zweiten Halbzeit an. In der Pause ertönten auch erste Pfiffe der Hamburger Fans, die sich bis dahin solidarisch zeigten. Mal sehen, ob ihre Stimmung noch sinken wird.

++++ Halbzeit++++

41. Min: Kruse nimmt Fahrt auf, probiert es per Flachschuss aus 16 Metern und tunnelt Jansen - aber der Ball geht knapp rechts am Tor vorbei.

40. Min: Arslan schrammt scharf an der rotem Karte vorbei: Er leistet sich eine Ringkampfeinlage gegen Caligiuri - und der Hamburger hat schon die Gelbe Karte gesehen.

36. Min: Die Hamburger werden stärker: Einen Freistoß im eigenen Halbfeld führt Westermann schnell aus, doch vorn ist Rudnevs einen Schritt zu langsam, so dass Baumann sich den Ball sichern kann.

32. Min: Das schaffen auch wenige: Binnen weniger Sekunden gibt es zwei falsche Einwürfe in Folge – einen von beiden Seiten.

30. Min: Krmas zupft im Strafraum an Westermanns Trikot, der fällt. Die Hamburger wollen den Elfmeter – und bekommen ihn zu Recht nicht.

28. Min: Baumann pariert einen satten Schuss von Son aus über 20 Metern.

27. Min: Fünfte Ecke für den HSV - zum fünften Mal keine Gefahr.

26. Min: Es geht auch anders: Arslan steckt durch auf Son, der links im Strafraum an die Grundlinie zieht. Der Querpass in den Fünfer auf Rudnevs ist gut, Keeper Baumann hat Glück, dass Krmas da einen Meter vor der Torlinie angerutscht kommt und den Ball seinem Keeper an den Rücken schießt - von wo er zur Ecke prallt. Rudnevs hätte am langen Pfosten parat gestanden.

22. Min: Dafür werden nun harte Bandagen aufgefahren. Tolgay Arslan geht mit gestrecktem Bein voran in die Grätsche gegen Caligiuri - und ist mit der Gelben Karte, die folgt, noch gut bedient.

20. Min: Ein bißchen nagt das 2:9 wohl doch noch an den Hamburgern – kleine Unsicherheiten machen sich breit. Ein Rückpass von Westermann landet statt bei Adler an der Eckfahne.

18. Min: Erste Torannäherung des HSV, doch Diekmeiers Flanke erreicht Son nur mit dem Scheitel, der Ball rutscht durch bis an die Eckfahne.

16. Min: Ballverlust von Arslan im Mittelfeld. Der Hamburger bleibt einfach stehen, Caligiuri lupft auf Rosenthal - doch der bleibt halblinks im Strafraum an Adler hängen.

13. Min: Kein Problem für Baumann: den von van der Vaarts zu nah vors Tor gezogenen Eckball holt er locker aus der Luft.

8. Min: Kurz stürmt der HSV – ohne Erfolg: Skjelbred treibt den Ball nach vorne und will in den Lauf von Son passen. Das Zuspiel ist einen Tick zu ungenau, sodass Mujdza klären kann.

7. Min: Riesenchance für den SC – besser gesagt zewi: Rosenthal mit einem Kopfball aus 10 Metern, Adler lenkt ihn an die Latte. Aber weil die Hamburger Abwehr schläft und nicht klärt, kann aus dem Rückraum Ginter abziehen - doch auch sein Ball aus 16 Metern klatscht an den linken Pfosten - und von dort in die Arme von Adler!

6. Min: Die Freiburger setzen den HSV von Anfang an unter Druck.

4. Min: Aogo sieht Gelb – frustriert über seinen Lauf ins Abseits hat er den Ball ins Aus geschlagen.

3. Min: Rosenthal leitet direkt weiter in den Lauf von Caligiuri, dem Arslan das Leder aber gerade noch so abnimmt.

18.31 Uhr (1. Minute): Der Ball rollt.

Sebastian Freis (im Aufbau nach Schulteroperation), Cedrick Makiadi (Knieverletzung) und Marco Terrazzino (Überlastung der Patellasehne) fallen in Hamburg aus. Verletzt ist auch der Spanier Ezequiel Calvente, der laut Trainer Streich den Verein nach Ablauf der Ausleihfrist im Sommer wieder verlassen wird

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen im Überblick

Hamburg: 1 Adler - 4 Westermann, 7 Jansen, 2 Diekmeier, 3 Mancienne – 23 Van der Vaart, 6 Aogo, 25 Skjelbred, 18 Arslan – 40 Son, 10 Rudnevs. – Trainer: Fink

Freiburg: 1 Baumann - 2 Krmas, 24 Mujdza, 25 Sorg, 3 Diagne - 23 Schuster, 17 Schmid, 40 Daniel Caligiuri - 28 Ginter, 8 Rosenthal, 20 Max Kruse. - Trainer: Streich

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)

Zuschauer: 52.000

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Autor: René Kübler; Liveticker: Julia Dreier